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	<title>Palm Leaf &#187; Weitergedacht</title>
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		<title>ICANN unter Zensur???</title>
		<link>http://palm-leaf.com/2010/05/26/icann-unter-zensur/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 19:20:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Palm Leaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weitergedacht]]></category>
		<category><![CDATA[icann]]></category>
		<category><![CDATA[redefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[religion]]></category>
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		<category><![CDATA[united nations]]></category>
		<category><![CDATA[zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder so ein Fall von kognitivem Frontalzusammenstoß: U.N. Passes Religious Defamation Resolution: This Week in Online Tyranny ICANN head warns against putting Internet addresses under UN control Also nochmal zum mitmeißeln: Einerseits hat die UN inzwischen eine Resolution verabschiedet, nach der &#8220;im Protokoll der Vereinten Nationen niemand, keine Person, keine Organisation und kein Pressevertreter etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Wieder so ein Fall von kognitivem Frontalzusammenstoß:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.readwriteweb.com/archives/un_passes_religious_defamation_resolution_this_wee.php">U.N. Passes Religious Defamation Resolution: This Week in Online Tyranny</a></li>
<li><a href="http://www.theglobeandmail.com/news/technology/icann-head-warns-against-putting-internet-addresses-under-un-control/article1579820/">ICANN head warns against putting Internet addresses under UN control</a></li>
</ul>
<p><span id="more-216"></span><br />
Also nochmal zum mitmeißeln: Einerseits hat die UN inzwischen eine Resolution verabschiedet, nach der &#8220;im Protokoll der Vereinten Nationen niemand, keine Person, keine Organisation und kein Pressevertreter etwas negatives über eine Religion, einen Teil einer Religion, einen Zweig einer Religion, einen Vertreter oder ein Mitglied einer Religion sagen darf.&#8221; (von mir nach bestem Wissen und Gewissen übersetzt&#8230;). Die Idee scheint von Pakistan ausgegangen zu sein.</p>
<p>Das wäre für sich alleine schon einer aus der Rubrik &#8220;was soll der Blödsinn? &#8211; lasst die Redefreiheit in Ruhe!&#8221; (soweit ich weiß verdanken wir das Kern-Zitat der Redefreiheit,&#8221;<a href="http://www.gutzitiert.de/zitat_autor_rene_descartes_thema_Freiheit_zitat_8231.html">ich bin zwar nicht ihrer Meinung, aber ich würde mein Leben dafür geben, daß sie sie sagen dürfen</a>&#8221; (Descartes) einer Religionsauseinandersetzung).</p>
<p>Und dann finde ich, nicht eine Woche später, einen Artikel, daß Länder wie der Iran und Brasilien ernsthaft vorschlagen, ICANN unter die Aufsicht der Vereinten Nationen zu stellen. ICANN! &#8211; eine der wenigen pseudo-zentralen Stellen im Internet, über die man wirklich Schaden anrichten und Fortschritt verzögern kann!</p>
<p>Bitte bitte bitte nicht!</p>
<div class="acc_license"></div><!---->]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Technikfolgenabschätzung-folgenabschätzung</title>
		<link>http://palm-leaf.com/2010/01/25/technikfolgenabschatzung-folgenabschatzung/</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 20:30:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Palm Leaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weitergedacht]]></category>
		<category><![CDATA[altersdepression]]></category>
		<category><![CDATA[altersdepressionen]]></category>
		<category><![CDATA[enke]]></category>
		<category><![CDATA[technikfolgenabschätzung]]></category>

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		<description><![CDATA[Reflektiert: Technologiefolgen-Abschätzung (genauer: Technologiefolgen-Kritik) ist in Deutschland beliebter Volkssport. Doch was sind die Folgen der Schätzung?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fpalm-leaf.com%2F2010%2F01%2F25%2Ftechnikfolgenabschatzung-folgenabschatzung%2F"><br />
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			</a>
		</div>
<p>Technikfolgenabschätzung ist in Deutschland beliebter ein Volkssport. Genau genommen: Technikfolgen-Kritik. Schwarzmalereien zu beliebigen Themen sind fast so beliebt wie Fußball &#8211; und wie beim Fußball ein Volk von 80 Millionen Nationaltrainern sind die Deutschen auch bei der Technikfolgen-Kritik ein Volk mit 80 Millionen Experten. Wo vor 100 Jahren Nostradamus den Untergang der Welt prophezeite, sind es heute die Technikfolgenabschätzer.</p>
<p>Doch was sind die Folgen dieser Suche nach den Folgen? &#8211; Eine Technikfolgenabschätzung-Abschätzung am Beispiel. Und wer jetzt die verpassten Chancen von Gentechnik, Atomkraft und Internet erwartet, hat sich getäuscht.<br />
<span id="more-189"></span><br />
Das Beispiel beginnt ganz harmlos in einem ganz normalen deutschen Wohnzimmer; einem, wie es heute viele gibt und bald noch viel mehr geben wird: Einem Seniorenwohnzimmer. Ein Ehepaar wohnt hier und genießt den wohlverdienten Ruhestand. Genießt? &#8211; Naja, es ist ein genießen mit Hindernissen, denn &#8230; nennen wir sie der Einfachheit halber &#8220;Oma&#8221; &#8230; leidet an Altersdepressionen. Es liegt in der Natur der Sache, daß &#8220;Omas&#8221; Schwierigkeiten &#8220;Opa&#8221; mit hineinziehen. Oma will nicht mehr in Urlaub fahren, mag keinen Besuch und geht nicht mehr mit Opa in den &#8220;Wienerwald&#8221;, nimmt jeden gutgemeinten Rat von Opa sehr tragisch und so weiter. Auf diese Weise leidet &#8220;Opa&#8221; mit, und natürlich die ganze restliche Familie auch.</p>
<p>Zum Glück gibt es Medikamente gegen Depressionen, eigentlich sogar sehr gute Medikamente. Oma hatte ihre Arzt angesprochen und &#8220;sowas&#8221; verschrieben bekommen. Weil der Arzt gesagt hat, sie solle jeden morgen eine nehmen, nahm sie jeden morgen eine. Nach ein paar Tagen ging es Oma besser. Dann ging es Opa besser, und dann war das Leben für die ganze Familie wieder viel leichter.</p>
<p>Natürlich gab es Nebenwirkungen: Zuerst hatte Oma fürchterliche Alpträume, aber &#8211; wie der Arzt es vorhergesagt hatte &#8211; nach ein paar Wochen war das vorbei. Und Oma war vormittags nach der Tablette fürchterlich müde, und das blieb. Aber sonst ging es allen gut.</p>
<p>Bis zum 10. November 2009: Ganz Deutschland heulte auf: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Enke" target="_blank">Robert Enke</a>, der Torhüter der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, war gestorben. Er war nicht irgendwie gestorben, er hatte sich an einem Bahnübergang das Leben genommen.</p>
<p>Ganz Deutschland wurde zum nationalen Experten für &#8230; alles: Für den Druck, berühmt zu sein, für die Tragik des Lebens an sich, und für die Normalität von Drogenmißbrauch unter Promis. Und: Für die Nebenwirkungen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Psychopharmaka" target="_blank">Psychopharmaka</a>. Oma las auch viele dieser Artikel. Am 11. November nahm sie ihre Tablette noch. Am 12. November nahm sie sie nicht mehr. Wenige Tage später war sie wieder reizbar und nahm vieles persönlicher. Dann mochte sie keinen Besuch mehr, dann wollte sie nicht mehr in den Wienerwald gehen. Opa beginnt wieder mitzuleiden, und bald leidet die ganze Familie mit.</p>
<p>Bis zum 11. November war die Welt noch in Ordnung, bis zu irgendeinem Tag, an dem eine dämliche Boulevardzeitung die Arbeit von hunderten Ärzten, Apothekern und Medizinern schlecht geredet hat. Bei Oma waren Profis an der Arbeit, die Tabletten hatte ihr ihr langjähriger Hausarzt verschrieben &#8211; kein profitgieriger &#8220;Halbgott in weiß&#8221;. Natürlich hatte ein Pharmakonzern daran verdient &#8211; aber die kurze Zeit ohne Depression hat gezeigt: Das war das Geld wert.</p>
<p>Oma, das könnte ich sein, geneigter Leser, oder Du. Vielleicht nicht heute, sondern erst in 10, 20, 30 Jahren. Vielleicht sind es keine Antidepressiva, sondern meinetwegen ein selbstfahrendes Auto, wer weiß. Oder vielleicht doch Gentherapie, Atomkraft und Internet.</p>
<p>Technikfolgenabschätzung ist in Deutschland ein beliebter Volkssport. Vielleicht sollten wir nicht nur darüber nachdenken, welche Folgen eine Welt <em>mit</em> dieser Technik hat, sondern auch <em>ohne</em>? Habe <em>ich</em> das Recht, <em>Dir</em> die Medikamente wegzunehmen, weil <em>Du</em> Nebenwirkungen erleben könntest?</p>
<p>Also: Bitte etwas mehr Technik-Optimismus. Etwas mehr Technikfolgenabschätzung-folgenabschätzung.</p>
<p>P.S.: Dies ist kein bedingungsloses Plädoyer für Psychopharmaka im speziellen oder Technikgläubigkeit im Allgemeinen. Es ist ein Plädoyer für genauer hinsehen und sich eine differenzierte Meinung bilden, ein Plädoyer für mehr Vertrauen zu den Experten, <em>und</em> ein Aufruf an die Experten, sich dieses Vertrauens würdig zu erweisen.</p>
<div class="acc_license"></div><!---->]]></content:encoded>
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		<title>Advent: #AdventCharity</title>
		<link>http://palm-leaf.com/2009/12/06/advent-adventcharity/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 10:33:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Palm Leaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weitergedacht]]></category>
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		<category><![CDATA[Rotes Kreuz]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[English text follows below Im Advent überfällt uns eine Flut der Online-Adventskalender, und in der Fernsehwerbung meldet sich die eine oder andere wohltätige Organisation und wirbt um Spenden. Ich finde, gerade die kleinen, wenig bekannten Organisationen haben ein wenig Mundpropaganda verdient. Nachdem der &#8220;Follow Friday&#8221; auf Twitter immer wieder zu Twittergewitter führt, könnte man das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p><strong>English text follows below</strong><br />
Im Advent überfällt uns eine Flut der Online-Adventskalender, und in der Fernsehwerbung meldet sich die eine oder andere wohltätige Organisation und wirbt um Spenden.<br />
Ich finde, gerade die kleinen, wenig bekannten Organisationen haben ein wenig Mundpropaganda verdient. Nachdem der &#8220;<a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-03/twitter-und-der-follow-friday/">Follow Friday</a>&#8221; auf Twitter immer wieder zu Twittergewitter führt, könnte man das Ganze auch einmal für einen guten Zweck ausprobieren. Genau genommen: Für viele gute Zwecke.<br />
Also: Fleißig retweeten, das #AdventCharity (#AC ?) verwenden, Lieblings-Organisation nennen.<br />
Am besten hier noch einen Kommentar setzen, in dem Kürzel zum persönlichen Favoriten erklärt wird. Die folgenden Beispiele sind natürlich doch wieder die &#8220;üblichen Verdächtigen&#8221; &#8211; doch ich bin gespannt auf das, was daraus wird.</p>
<p>Beispiele (in beliebiger Reihenfolge):</p>
<ul>
<li> #<a href="http://www.drk.de/">RotesKreuz</a> (<a href="http://derstandard.at/1254310632945/roteskreuzat-Rotes-Kreuz-twittert-fuer-Katastrophenhilfe">die Österreicher machen&#8217;s vor</a>!)</li>
<li>#<a href="http://www.brot-fuer-die-welt.de/">BrotFuerDieWelt</a></li>
<li>#<a href="http://www.caritas.de/">Caritas</a></li>
<li>#<a href="http://www.dsw-online.de/">StiftungWeltbevoelkerung</a></li>
<li>#<a href="http://www.aerzte-ohne-grenzen.de/">AerzteOhneGrenzen</a></li>
</ul>
<p>Die Idee kommt von einem jährlichen Anschreiben der Ärzte ohne Grenzen. Natürlich liegt der Spendenaufruf bei &#8211; aber es liegt auch ein kleiner Bogen mit neun Absender-Aufklebern bei, die ich auf meiner Weihnachtspost verwenden kann.  So kann ich, auch wenn ich nicht spende, der Organisation etwas Gutes tun &#8211; sozusagen #FollowFriday für Papierpost.</p>
<p>Einige sind die Mundpropaganda mehr wert als andere &#8211; aber wie sollte man das besser herausfinden als so?</p>
<p>&lt;h2&gt;Abbreviated version in English&lt;/h2&gt;</p>
<p>In advent, at least in Germany, we are being flooded by online advent calendars and advertising for charities. My take is that especially the small, less well-known organizations deserve some word-of-mouth advertising.</p>
<p>Based on the huge success of &#8220;<a href="http://mashable.com/followfri/">Follow Friday</a>&#8220;, let&#8217;s try it out for a good purpose &#8211; or actually, for many good purposes.</p>
<p>So: Please get busy re-tweeting, use the hashtag #AdventCharity (#AC ?) and list your preferred organizations.</p>
<p>Ideally, explain the hashtag for your personal favorite here in a comment. Of course, the following examples are again mostly the &#8220;usual suspects&#8221;; I&#8217;m looking forward to what we all (you!) make out of it.</p>
<p>Examples (in no particular order):</p>
<ul>
<li> #<a href="http://www.drk.de/">RotesKreuz</a> / #<a href="http://www.icrc.org/">RedCross</a> (<a href="http://derstandard.at/1254310632945/roteskreuzat-Rotes-Kreuz-twittert-fuer-Katastrophenhilfe">Austrian Red Cross already active on Twitter! (Article in German)</a>!)</li>
<li>#<a href="http://www.brot-fuer-die-welt.de/">BrotFuerDieWelt</a> (&#8220;Bread for the world&#8221;, <a href="http://www.brot-fuer-die-welt.de/english/index.php">The basic aim of &#8220;Bread for the World&#8221; is to enable the disadvantaged to live a dignified life.</a>)</li>
<li>#<a href="http://www.caritas-germany.org/54607.html">Caritas</a></li>
<li>#<a href="http://www.dsw-online.de/">StiftungWeltbevoelkerung</a> / <a href="http://www.dsw-online.de/en/">German Foundation for World Population</a> &#8211; We aim to reduce extreme poverty and help young people achieve universal access to sexual and reproductive health.</li>
<li>#<a href="http://www.aerzte-ohne-grenzen.de/">AerzteOhneGrenzen</a> / <a href="http://www.msf.org/">Médecins Sans Frontières</a> / Médecins Sans Frontières is an international, independent, medical humanitarian organisation that delivers emergency aid to people affected by armed conflict, epidemics, healthcare exclusion and natural or man-made disasters.</li>
</ul>
<p>The idea originates from an annual mailing I receive from Médecins Sans Frontières. Of course, they suggest a donation, but they also include some stickers with my address that I can use to indicate the sender on my own christmas mail. So, whether I donate or not, I can support the organization by spreading the word. It&#8217;s like #FollowFriday on paper.</p>
<div class="acc_license"></div><!---->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Medienkompetenz und &quot;The News will Find Me&quot;&#8230;</title>
		<link>http://palm-leaf.com/2009/10/26/medienkompetenz-und-the-news-will-find-me/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 21:56:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Palm Leaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Weitergedacht]]></category>

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		<description><![CDATA[Der &#8220;Eintritt&#8221; ins heutige Thema war für mich wieder einmal ein Artikel bei Spiegel Online: &#8220;Warum Microsoft und Google Twitter brauchen&#8220;. Im Prinzip geht es um die Vermischung von Sozialen Medien mit klassischen Medien: Wie weit können soziale Medien die klassischen Medien ersetzen? Tatsache scheint zu sein, daß Twitter, Facebook &#038; Co manchmal die klassischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Der &#8220;Eintritt&#8221; ins heutige Thema war für mich wieder einmal ein Artikel bei Spiegel Online: &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,656755,00.html">Warum Microsoft und Google Twitter brauchen</a>&#8220;. Im Prinzip geht es um die Vermischung von Sozialen Medien mit klassischen Medien: Wie weit können soziale Medien die klassischen Medien ersetzen? Tatsache scheint zu sein, daß Twitter, Facebook &#038; Co manchmal die klassischen Nachrichten an Tempo weit überbieten. SPON beschreibt das als &#8220;Schreckensszenario aus dem Social Web für alle, die vom Filtern, Einordnen und Präsentieren von Nachrichten leben&#8221;.<br />
Gleichzeitig stelle ich mir die Frage, ob Geschwindigkeit hier tatsächlich der einzige Maßstab ist. Auch dazu gibt es ein aktuelles Beispiel&#8230;<span id="more-158"></span><br />
<h2>Die Interessens-Falle</h2>
<p>Denn praktisch gleichzeitig veröffentlicht der Technology Review unter dem Titel &#8220;<a href="http://www.heise.de/tr/artikel/Das-Problem-mit-den-Nanorisiken-835968.html">Das Problem mit den Nanorisiken</a>&#8221; sozusagen einen Technik-Kritiker-kritischen Artikel.<br />
Dort wird ausdrücklich darauf zerlegt, daß &#8220;die Medien&#8221; kürzlich gehäuft die Risiken von Nano-irdendwas überzeichnet darstellen und halten kompetent und mit Original-Studien dagegen. Ein Fehler, der im Artikel mehrfach angesprochen wird, ist beispielsweise die Verwechslung von Nanoteilchen (egal welcher Herkunft, also bspw. auch aus Autoabgasen) mit Nanotechnologie (alles was kleiner ist als 0,1 millionstel Meter, egal ob Elektronik, Chemie, Biochemie, Medizin etc.). Dabei kommt der Technology Review nicht etwa zu dem Schluß, daß alles gut sei, sondern sie zitieren <a href="http://www.nanobuero.de/">Alfred Nordmann</a>, daß die Diskussion &#8220;problematisch verkürzt&#8221; sei und endet mit.</p>
<blockquote><p>
Eine Debatte – und eine mediale Berichterstattung –, die sich auf mögliche gesundheitliche und ökologische Folgen von Nanomaterialien konzentriert, blendet dehalb wichtige Zukunftsfragen zur Nanotechnik aus.
</p></blockquote>
<h2>Interessant ist nicht gleich relevant oder wahr</h2>
<p>Das Beispiel mit den Risiken der Nanotechnologie/-materialien zeigt, daß selbst professionelle Journalisten in der heutigen Welt den Überblick verlieren. Sogar meine sonst so vertrauenswürdige Spiegel-Online-Redation hatte es vorübergehend erwischt: ursprünglich hieß es &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,656362,00.html">Umweltbundesamt warnt vor Nanotechnologie</a>&#8220;, bis später am gleichen Tag das Thema unter der Überschrift &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,656525,00.html">Umweltamt relativiert Nano-Warnungen</a>&#8221; noch einmal dargestellt wurde.<br />
Wenn nun ein Profi bei seiner Recherche schon eine &#8220;Warnung&#8221; mit einem &#8220;Hintergrundpapier&#8221; verwechseln kann (und solche Gelegenheiten werden zweifellos häufig genutzt), wie wird das erst in &#8220;Social Media&#8221;, der Flüsterpost von heute? Hier entsteht ein sehr interessanter Nachrichtenfilter, denn das Zitat &#8220;Wenn die Nachricht wichtig ist, wird sie mich finden.&#8221; (<a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,656755,00.html">SPON</a>) ist unvollständig. Eigentlich müsste es heißen: Wenn die Nachricht <i>für mich</i> wichtig ist&#8230; Es kann also durchaus sein, daß verschiedene Menschen verschiedene Nachrichten bekommen: Ich zum Beispiel über Medienkompetenz, eine Bekannte dagegen über Seifenopern.<br />
So entsteht beispielsweise &#8220;kulturelle Inzucht&#8221;: Ich als Technik-Kritik-kritischer Mensch (Technik-Freund <img src='http://palm-leaf.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> ) werde nur von Technik-freundlichen Nachrichten gefunden, die klassischen Anarchos nur von Regierungskritischen usw. Im Gegensatz dazu bieten die klassischen Medien (wenigstens grundsätzlich) eine Themen-orientierte, halbwegs ausgewogene Berichterstattung.<br />
So entsteht auch eine Verwechslung von interessant und relevant: <i>eigentlich</i> wäre mir eine Zusammenfassung von Nachrichten des Tages lieber als &#8220;Alles über Nanotechnik&#8221; &#8211; aber wenn mein Twitter-Filter sich indirekt auf eine gewisse Themenmenge eingeschossen hat, kann es durchaus passieren, daß relevante aber außergewöhnliche Nachrichten mich <i>nicht</i> finden, weil sie im Rauschen der <i>interessanten</i> Nachrichten untergehen. Und: Weil sie mich nicht gefunden hat, werde ich auch nicht bemerken, daß mir etwas fehlt!<br />
So entsteht auch eine neue Form der Verfälschung. Durch das typische Zwitschern einer Web-Quelle wird zwar ein wesentlicher Aspekt der guten alten Flüsterpost ausgehebelt, doch ob die Quelle selbst &#8220;gut&#8221; war, ist ja noch nicht gesichert: Beispielsweise könnte nur der erste SPON-Artikel über das Umweltbundesamt mich finden und der zweite nicht.</p>
<h2>Interessent, Relevant, Richtig</h2>
<p>Am Ende wandelt sich auch hier das Recht der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rezipientenfreiheit">Rezipientenfreiheit</a> (&#8220;das Recht, sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu informieren&#8221;) für jeden einzelnen zur Rezipienten-Pflicht, nämlich zu der moralischen Verpflichtung, sich selbst so gut wie möglich einen Überblick über alle relevanten Nachrichten zu verschaffen und die Richtigkeit zu überprüfen.<br />
Über das hinaus, was uns interessiert.<br />
Über die Nachrichten hinaus, die uns finden.</p>
<h2>Relevante Links <img src='http://palm-leaf.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </h2>
<ul>
<li><a href="http://www.mathewingram.com/work/2008/03/27/if-the-news-is-important-it-will-find-me/">&#8220;If the news is important, it will find me&#8221;</a> (mathewingram.com)</li>
</ul>
<div class="acc_license"></div><!---->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Statistik seziert: Abitur und Arbeitslosigkeit</title>
		<link>http://palm-leaf.com/2009/10/14/statistik-seziert-abitur-und-arbeitslosigkeit/</link>
		<comments>http://palm-leaf.com/2009/10/14/statistik-seziert-abitur-und-arbeitslosigkeit/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2009 22:22:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Palm Leaf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der DGB hat eine Studie über Arbeitslosigkeit u.a. von Abiturienten veröffentlicht &#8211; hier geht&#8217;s zum Original: http://www.dgb.de/2009/10/arbeitslosigkeit_abiturienten.pdf Heise.de berichtete hier, uns Spiegel Online hier. Und ich versuche mit ein bisschen gesundem Menschenverstand und einer  gesunden mathematischen Halbbildung herauszubekommen, wieviel die jeweiligen Redakteure vom Thema verstanden haben. Dazu ein Wort vorweg: &#8220;Prozent&#8221; bedeutet &#8220;von Hundert&#8221; oder &#8220;Hundertstel&#8221;. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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<p>Der DGB hat eine Studie über Arbeitslosigkeit u.a. von Abiturienten veröffentlicht &#8211; hier geht&#8217;s zum Original: <a href="http://www.dgb.de/2009/10/arbeitslosigkeit_abiturienten.pdf" target="_blank">http://www.dgb.de/2009/10/arbeitslosigkeit_abiturienten.pdf</a></p>
<p>Heise.de berichtete <a href="http://www.heise.de/jobs/meldung/Abitur-schuetzt-nicht-vor-Arbeitslosigkeit-822460.html" target="_blank">hier</a>, uns Spiegel Online <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,654532,00.html" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>Und ich versuche mit ein bisschen gesundem Menschenverstand und einer  gesunden mathematischen Halbbildung herauszubekommen, wieviel die jeweiligen Redakteure vom Thema verstanden haben. Dazu ein Wort vorweg: &#8220;Prozent&#8221; bedeutet &#8220;von Hundert&#8221; oder &#8220;Hundertstel&#8221;.</p>
<p><span id="more-153"></span></p>
<p>Das bedeutet, &#8220;Prozent&#8221; ist eine wertlose Angabe, wenn nicht angegeben wird, <em>wovon</em> die Prozente genommen werden. Auch eine Angabe wie &#8220;3% der 10%&#8230;&#8221; ist meistens irreführend, denn es ist nicht klar, worauf sich die 3% beziehen: Wenn es wirklich &#8220;3% von 10%&#8221; sind, dann bleiben nur 0,3% übrig. Meistens sind jedoch &#8220;3 Prozentpunkte&#8221; gemeint. Beispiel: Von hundert Äpfeln sind 10 sauer, das sind 10%. Von diesen zehn Äpfeln sind drei rot: Das sind dann nicht 3% von 10% (wie oben vorgerechnet: 0,3%) sondern drei Prozentpunkte&#8230;</p>
<p>Das Ganze wird bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Prozent" target="_blank">Wikipedia</a> teilweise (!) sehr anschaulich erklärt.</p>
<p>Zurück zur Jugendarbeitslosigkeit:</p>
<p>Im Original der DGB-Studie zeigt das erste Bild unter der Überschrift &#8220;Arbeitslosigkeit bei Fach- und Hochschulabsolventen besonders stark gestiegen&#8221; ein Beispiel für Prozentangaben ohne Basis (also ohne Antwort auf die Frage &#8220;Prozent wovon?&#8221;): Handelt es sich bei den Zahlen in dem schönen Balkendiagramm um Arbeitslosenquoten (ungefähr: Prozent von der erwerbsfähigen Bevölkerung), um Wachstum relativ zum entsprechenden Basiswert (z.B. ~25% mehr arbeitslose Abiturienten <em>als im Vergleichszeitraum</em>) oder um Anteile an der Gesamt-Arbeitslosigkeit?</p>
<p>&#8220;Anteile an der Gesamtarbeitslosigkeit&#8221; lässt sich ausschließen: Dann sollte sich das Bild wenigstens zu 100% aufsummieren &#8211; tatsächlich beträgt die Summe 46,1 Einheiten (Prozent kann man dazu noch nicht sagen, weil sich ohne weiteres nur Prozentsätze zusammenzählen lassen, die sich auf die gleiche Grundmenge beziehen&#8230;).</p>
<p>Wo ein Wissenschaftler die Info schon in die Grafik gepackt hätte hilft hier der Text etwas weiter: &#8220;Die Arbeitslosigkeit von Menschen mit Fach- oder Hochschulreife hat sich im ersten Krisenjahr um fast ein Viertel erhöht und ist damit zwei- bis viermal so stark gestiegen, wie bei den anderen Personengruppen.&#8221; &#8211; es scheint sich also um Wachstumsraten relativ zum entsprechenden Basiswert zu handeln. Schade nur, daß der Vergleichszeitraum nicht präzise angegeben ist: Bei Statistiken wie diesen kann schon ein Monat zu erheblichen Schwankungen führen. Gehen wir der Einfachheit davon aus, daß &#8220;Im ersten Krisenjahr&#8221; wenigstens für jede der Zahlen den gleichen Zeitraum bezeichnet :-/ Was haben wir bisher tatsächlich über die Zahlen herausgefunden? &#8211; faktisch wesentlich weniger als emotional!</p>
<p>Der nächste Satz liefert endlich Fakten, Fakten, Fakten: &#8220;Zwischenzeitlich zählen gut 480.000 Arbeitslose zu dieser Gruppe mit den höchsten Schulabschlüssen. Ihre Zahl ist nur noch um knapp 30.000 niedriger als jene, die keinen Schulabschluss haben.&#8221; Hier gibt es kein Deuten und kein Rechnen. Oder? &#8211; Zunächst fällt das Wörtchen &#8220;Zwischenzeitlich&#8221; auf. Im korrekten Sprachgebrauch heißt das: &#8220;vorübergehend&#8221;, oder &#8220;es gab einmal einen Zeitpunkt, zu dem &#8230;&#8221; &#8211; Umgangssprachlich wird &#8220;zwischenzeitlich&#8221; aber auch oft für &#8220;inzwischen&#8221;, also &#8220;nach einer längeren Entwicklung ist der Stand <em>jetzt</em>: &#8230; &#8221;</p>
<p>So weit so gut, was sagt uns dieser Vergleich? &#8211; Zunächst, daß 510.000 Arbeitslose keinen Schulabschluß haben. Arbeitslose &#8220;ohne Schulabschluß&#8221; und &#8220;Arbeitslose mit Abitur o.ä.&#8221; summieren sich also zu etwa 990.000 &#8211; bei einer Gesamtarbeitslosigkeit von &gt;4 Mio.</p>
<p>Der Haken ist: Von einem niedrigen Niveau ist leicht wachsen. Zur Illustration: Mein Freund hat eine Firma, die 2009 ihre Kundenzahl mehr als verdoppeln konnte. Jetzt haben sie schon drei Kunden! (vorher hatten sie nur einen <img src='http://palm-leaf.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> ) &#8211; Eine Verdoppelung der Kundenzahl für bspw. die Deutsche Telekom mit -zip Millionen Kunden ist praktisch unmöglich. Also: Um einen Bezugspunkt für die oben genannten fast 25% zu finden, müsste man sich auch die Zahl der tatsächlich beschäftigten Abiturienten ansehen, ebenso wie man sich die Zahl <em>aller</em> Einwohner ohne Schulabschluß ansehen müsste. Falls in einem angenommenen Extremfall vor dem &#8220;ersten Krisenjahr&#8221; drei Viertel (also 75%) der Einwohner ohne Schulabschluß arbeitslos gewesen wären, wäre eine Verschlechterung um fünf Prozent<em>punkte</em> (also von 75% auf 80%) anders zu bewerten als wenn die Quote &#8220;vor dem ersten Krisenjahr&#8221; bei einem Viertel (also 25%) gelegen wäre.</p>
<p>Lange Rede kurzer Sinn:  Auch hier fehlen wesentliche Daten, die zu einer Interpretation notwendig wären.</p>
<p>Last but not least: &#8220;In den alten Bundesländern haben bereits 15,8 % des Arbeitslosenheeres eine Fachhochschul- oder Hochschulreife [...]&#8221; &#8211; Aha. Auch diese Zahl kann ich erst interpretieren, wenn ich weiß, wie hoch der Anteil der Abiturienten und Fachabiturienten an der Grundmenge ist. 15,8% des Arbeitslosenheeres erscheint viel, wenn unter allen Erwerbsfähigen nur 7,9% Abi/Fachabi haben (d.h. die Arbeitslosenquote ist doppelt so hoch wie im Schnitt). Umgekehrt: Wenn 31,6% der Erwersfähigen Abi/Fachabi haben, dann ist ihre Quote nur halb so hoch wie der Schnitt, und die Aussage &#8220;eine gute schulische Ausbildung schützt längst nicht immer vor Arbeitslosigkeit&#8221; wäre mit <em>viel</em> Vorsicht zu genießen: Einen absoluten Schutz gibt es sowieso nicht, aber eine Verschiebung der Wahrscheinlichkeiten um den Faktor zwei fände ich schon einen ziemlich guten Schutz. Aber da auch hier die Daten fehlen, ist das alles sowieso Spekulation.</p>
<p>Glaube nur der Statistik, die Du selbst gefälscht hast!</p>
<p>Damit haben wir zunächst den ersten Abschnitt erfolgreich seziert. Nächste Frage: Wieviel davon haben die Profi-Journalisten bei Heise und Spiegel mitbekommen?</p>
<p>Der Spiegel-Artikel geht der Frage dezent aus dem Weg: Da etwa die Hälfte des Artikels die &#8220;Studie&#8221; des DGB in Bezug setzt zu anderen, ähnlichen, kommt der Spiegel mit wenigen, undifferenzierten Zitaten des Zahlenmaterials aus. In einer Randbemerkung weist der Spiegel auch mit Einschränkungen auf das oben detailliert besprochene Problem hin.</p>
<p>Heise greift meiner Meinung nach zu kurz: Die Zahlen werden weitgehend aus dem DGB-Papier wiedergegeben, ohne sie zu hinterfragen oder in Zusammenhang zu stellen: Alle Argumente oben passen ohne Modifikation auch zum Heise-Artikel.</p>
<p>Was bleibt? &#8211; Die traurige Gewissheit, daß Gesellschaften nicht nur die Politiker bekommen, die sie verdienen, sondern auch die Medien <img src='http://palm-leaf.com/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und der gute Vorsatz, hier öfter einmal eine Statistik zu sezieren, um das Bewußtsein weiter auszubilden.</p>
<div class="acc_license"></div><!---->]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Die Wahl der Qual: Zu &quot;Die Wahl einer Provinzregierung&quot; bei &#039;Schreibkunst&#039;</title>
		<link>http://palm-leaf.com/2009/09/27/die-wahl-der-qual-zu-die-wahl-einer-provinzregierung-bei-schreibkunst/</link>
		<comments>http://palm-leaf.com/2009/09/27/die-wahl-der-qual-zu-die-wahl-einer-provinzregierung-bei-schreibkunst/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 20:49:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Palm Leaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachgedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Weitergedacht]]></category>
		<category><![CDATA[afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[gesetze]]></category>
		<category><![CDATA[gewaltmonopol]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[uno]]></category>

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		<description><![CDATA[Stehen die wichtigsten Themen tatsächlich nicht auf dem Programm? Oder haben wir einfach keine Antworten? In dem Artikel &#8220;Die Wahl einer Provinzregierung&#8221; steckt viel Wahres &#8211; und leider auch an einigen Stellen ein häufiger Irrtum: Die Verwechslung des Ergebnisses mit der Absicht. Ich fand den Artikel jedenfalls super-inspirierend. Beispiel: Pazifismus Dem Wunsch nach einer friedlichen [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<p>Stehen die wichtigsten Themen tatsächlich nicht auf dem Programm? Oder haben wir einfach keine Antworten?<br />
In dem Artikel &#8220;<a href="http://www.schreibkunst.com/2009/09/die-wahl-einer-provinzregierung/">Die Wahl einer Provinzregierung</a>&#8221; steckt viel Wahres &#8211; und leider auch an einigen Stellen ein häufiger Irrtum: Die Verwechslung des Ergebnisses mit der Absicht. Ich fand den Artikel jedenfalls super-inspirierend.<br />
<span id="more-134"></span></p>
<h2>Beispiel: Pazifismus</h2>
<p>Dem Wunsch nach einer friedlichen Welt wird sich sicher jeder anschließen. Vielleicht mit Ausnahme von ein paar Krawallos. Vielleicht mit Ausnahme von ein paar Diktatoren. Meine tägliche Erfahrung mit meinen geschätzten Kollegen ist: Mein Argument kann noch so stichhaltig sein, ich kann mir trotzdem den Mund fusselig reden und nichts passiert. Kommt der Chef, will das gleiche, passiert&#8217;s sofort. Die Masse der Menschheit scheint mir einfach nicht den Grad an Selbstbestimmtheit und Selbstverantwortung gefunden zu haben, den &#8220;wir alle&#8221; für eine friedliche Welt brauchen, und das schwächste Glied bricht die Kette. Ich glaube auch nicht, daß Ausbildung diese Lücke schließen kann. Ausbildung hilft, selbstverständlich. Chancengleichheit hilft, selbstverständlich. Doch Menschen reifen nicht wie Käse, der nach drei Wochen &#8220;fertig&#8221; ist. Menschen kommen von verschiedenen Ausgangspunkten, jeder durchläuft seine eigene Entwicklung &#8211; und jeder erreicht sozusagen seinen eigenen Reifegrad. Im Großen wie im Kleinen: Es wird immer Knalltüten geben, die glauben, daß sie &#8220;mehr&#8221; bekommen, wenn sie anderen etwas wegnehmen, und wenn sie das aus eigener Kraft nicht können, holen sie ihren großen Bruder oder einen Überzeugungsverstärker der Marke Smith&amp;Wesson (o.ä.). Das schwächste Glied bricht die Kette: Solange es noch Krawallos gibt, muß die Staatengemeinschaft fähig und willens (!) dazu sein, ihnen wirksam einen Riegel vorzuschieben. Sogar wenn 99% der Menschheit friedliebend und gesetzestreu sind.</p>
<p>Gefällt mir das? &#8211; Nein. Aber ich denke, daß ich mit dieser Interpretation den Tatsachen ins Auge sehe.</p>
<p>Ist die Welt gewalttätiger, weil  es Militär gibt? Nein, ich glaube daß unsere Welt friedlicher ist weil es Militär gibt. Wenn 99% der Menschheit friedliebend und gesetzestreu sind, ist die <em>Existenz von</em> Militär tatsächlich kein Problem. Die Meinungsverschiedenheiten finden wir am verbleibenden Prozent der Menschheit. Zum Beispiel: Gehören die Taliban in Afghanistan dazu? Wenn ja: Können / wollen / sollen wir etwas dagegen unternehmen? Wenn nein: Sind wir bereit, die Konsequenzen eines Irrtums zu tragen? Und / oder: Falls wir eingreifen, sind wir bereit die Konsequenzen eines oder mehrerer Irrtümer zu tragen?</p>
<p>Übrigens gilt das gleiche für die Polizei: Online-Durchsuchungen, Polizeibefugnisse für den Verfassungsschutz und so weiter und so weiter: Mit 99% FUGB (Friedlichen Und Gesetzestreuen Bürgern): Brauchen wir das wirklich? Doch wenn der Staat das Gewaltmonopol beansprucht, bekommt der Staat im Gegenzug die Pflicht, mich als FUGB zu beschützen!</p>
<blockquote><p>Es braucht gute Gesetze und eine Polizei, die nach Kräften die Einhaltung dieser Gesetze garantiert, und diese Polizei muss das Gewaltmonopol bekommen. Das heißt, niemand anders darf Waffen anwenden (und möglichst auch nicht besitzen, wenn sie auf Menschen anwendbar sind), außer die als Polizei Legitimierten.</p></blockquote>
<p>Richtig, doch der Teufel steckt im Detail&#8230;</p>
<h2>Beispiel: &#8220;Wir müssen uns ändern&#8221; bzw. &#8220;Fetisch Wachstum&#8221;</h2>
<p>Auch hier: Solange die Masse der Menschen nicht zu der Reife gefunden hat, daß Glück von innen kommt, ist &#8220;Wirtschaftswachstum&#8221; das zwingende Ergebnis: Wenn mein Nachbar besser, schöner, angesehener sein will als ich kann er mehr oder klüger oder beides arbeiten. Wenn ich das Umgekehrte will, stehen mir die gleichen Mittel offen. Ich glaube, daß Wirtschaftswachstum in seinem Kern nicht durch Politiker und &#8220;die Wirtschaft&#8221; gemacht ist, sondern daß es das Ergebnis einer fundamentalen menschlichen Eigenschaft ist: Der Gier. Ich kann mir mit etwas Mühe vorstellen, daß man die Bezüge der Banker regulieren kann &#8211; doch daß man Gier abschaffen kann kann ich mir nicht vorstellen. Wieder gefällt es mir nicht, und wieder versuche ich nur, den Tatsachen ins Auge zu sehen.</p>
<p>Und: Derjenige, der als erster lernt, mit seiner individuellen Gier anders umzugehen, steht da wie der Depp. Zusätzlich zum Umgang mit Gier muß er oder sie also auch einen besseren Umgang mit seinem Selbstverständnis finden, sonst wird das Erreichte nicht lange halten.</p>
<h2>Beispiel: Washington und die UNO</h2>
<p>Die Einsicht, daß acht Jahre Bush Deutschland stärker geprägt haben als ungefähr alle unserer Bundesrepublik-Regierungen ist ein Hammer. Allein dafür lohnte es sich, den Artikel zu lesen.</p>
<blockquote><p>Wir brauchten eine demokratisch gewählte, unbestechliche Weltorganisation, die viel mächtiger ist als die jetzige UNO.</p></blockquote>
<p>Ja, so etwas hätte ich auch gerne. Doch &#8220;unbestechlich&#8221; ist ein großes Wort, und solange wir Gier nicht verbieten können, wird das wenigstens mit &#8220;unbestechlich&#8221; nichts werden. Für den Einstieg wäre nützlich, wenn die UNO einen filibusternden Gaddafi stoppen könnte. Wenigstens den Redefluß. Als nächstes müsste man meiner Meinung nach, ganz im Sinne des Pazifismus, die Nuklear-Ambitionen im Iran wirksam stoppen. Doch wenn wir von heute auf morgen eine globale Wahl abhalten könnten: Welcher Anteil der Weltbevölkerung hat denn überhaupt schon einmal vom Iran gehört? &#8211; Demokratie funktioniert nur so gut wie die Bildung der Wähler. Das erleben wir ja auch schon hier in Deutschland.</p>
<h2>Was international zu lösen ist</h2>
<p>Die Liste bei &#8220;Schreibkunst&#8221; ist lang. Ich möchte versuchen, tatsächlich sieben Generationen vorauszudenken. Damit wird meine Liste relativ kurz:</p>
<ul>
<li>Die Welt (Weltpolitik, Weltwirtschaft, &#8230;) muß sicher und stabil von einem Tag zum nächsten laufen und dabei jeden Tag ein bisschen besser werden. Das schränkt den Wandel ein, aber auch das Risiko.</li>
<li>Menschliche Reife als Wert muß propagiert werden, bis jeder auf der Welt diesen Wert anerkennt. Dazu gehört Menschenwürde, Bildung, Chancengleichheit usw. &#8211; und gleichzeitig lässt es sich nicht erzwingen oder herstellen. Ein Staat oder viele, UNO als Weltregierung &#8211; egal. Wenn die Menschen &#8220;vernünftig&#8221; miteinander umgehen ist alles möglich.</li>
<li>Wir Menschen müssen unser eigenes Bevölkerungswachstum stoppen, egal was die Kirche zu einigen der tauglichsten Mittel sagt. &#8211;&gt; Club of Rome</li>
<li>Wir Menschen müssen ein stabiles Gleichgewicht im Umgang mit unseren Ressourcen finden. Dazu gehören alle Formen von Energiegewinnung und &#8220;Energiemüll&#8221;, Rohstoffe und Müll &#8211; und was auch immer sonst noch in sieben Generationen Ärger machen könnte. &#8211;&gt; Club of Rome</li>
</ul>
<p>Sieben Generationen vorausdenken? Au ja. Doch in einer Demokratie bekommt eben jedes Volk die Politiker, die es verdient. Solange die Senioren unserer Gesellschaft sich durch Rentenerhöhungen &#8220;bestechen&#8221; lassen, kommen wir nicht einmal auf eine ausgewogene Abdeckung der heute lebenden Generationen.</p>
<p>Vier Jahre Legislaturperiode&#8230; Ist das zu viel oder zu wenig? &#8211; Angeblich trifft in unserer Gesellschaft jeder Mensch mehr Entscheidungen in der Woche als die Menschen vor hundert Jahren in ihrem ganzen Leben. Gemessen daran müsste man die Legislaturperioden auf etwa ein 1500stel (30 Jahre à 50 Wochen) kürzen. Eine interessante Vorstellung: Täglich Wahl. Doch eigentlich wollten wir die Politiker vom ständigen Wahlkampfdruck entlasten, damit sie weder durch Geld noch durch Wiederwahl oder Meinungsumfragen bestochen sieben Generationen vorausdenken können. Lang lebe Königin Angela VII. Die nächste Wahl wäre etwa 2220 (sieben Generationen à 30 Jahre). Doch ob es davon tatsächlich besser wird?</p>
<p>Mir scheint, es gäbe in diesen Diskussionen kein &#8220;absolut richtig&#8221; oder &#8220;absolut falsch&#8221;. Für mich steht fest, daß die Extreme nicht haltbar sind, in keinem Themenfeld: Das liegt in der menschlichen Natur. Der Gier, der Stolz der Menschen usw. summiert sich zu der Welt auf, die wir gerade erleben. Mit all ihren Stärken und Schwächen sind doch die wenigsten Menschen für sich alleine genommen problematisch, aber das Ganze ist deutlich mehr als die Summe von Millionen oder Milliarden Einzelnen.</p>
<p>Wenn die Politik der jeweils aktuellen Lage auch nur halbwegs angemessen ist, ist schon viel gewonnen. Schließlich sind übrigens auch unsere Politiker nur Menschen.</p>
<div class="acc_license"></div><!---->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Menschenrechte&#8230;</title>
		<link>http://palm-leaf.com/2009/02/26/menschenrechte/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Feb 2009 20:06:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Palm Leaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weitergedacht]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Nachschlagen der UN-Menschenrechtscharta für den Artikel &#8220;Phyrrusfrieden&#8221; fielen mir bei Wikipedia noch die folgenden Dokumente in die Hände: Afrikanische Charta der Menschenrechte und der Rechte der Völker Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam Arabische Charta der Menschenrechte Natürlich wurde ich neugierig und habe weiter gelesen. Hier sind die Highlights: Afrikanische Charta der Menschenrechte und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Beim Nachschlagen der UN-Menschenrechtscharta für den Artikel &#8220;<a href="http://www.bananenblatt.net/2009/02/26/pyrrhusfriede/">Phyrrusfrieden</a>&#8221; fielen mir bei Wikipedia noch die folgenden Dokumente in die Hände:</p>
<ul>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Afrikanische_Charta_der_Menschenrechte_und_der_Rechte_der_V%C3%B6lker">Afrikanische Charta der Menschenrechte und der Rechte der Völker</a></li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kairoer_Erkl%C3%A4rung_der_Menschenrechte_im_Islam">Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam</a></li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arabische_Charta_der_Menschenrechte">Arabische Charta der Menschenrechte</a></li>
</ul>
<p>Natürlich wurde ich neugierig und habe weiter gelesen. Hier sind die Highlights:</p>
<p><span id="more-120"></span><br />
<h2>Afrikanische Charta der Menschenrechte und der Rechte der Völker</h2>
<p>Das Afrikanische Dokument ist das älteste der drei. Es wurde 1981 verabschiedet und &#8211; entgegen vieler Erwartungen &#8211; seit 1986 in Kraft.<br />
Soweit ich den Wikipedia-Artikel verstehe, entspricht die Afrikanische Charta der Menschenrechte und der Rechte der Völker weitgehend den durch die UN-Deklaration gesetzten Erwartungen. Die großen Besonderheiten stammen aus der Auseinandersetzung mit der Kolonialzeit, der sozio-ökonomischen Realität. Besonders bemerkenswert ist, daß dieses Dokument als erstes nicht nur die Menschenrechte festschreibt, sondern auch Pflichten (gegenüber anderen, gegenüber der Gemeinschaft).<br />
Bei diesen Pflichten könnten wir sogenannte zivilisierten Länder uns ohne weiteres eine Scheibe abschneiden! Das folgende Zitat gefällt mir sehr gut:</p>
<blockquote><p>The African conception of man is not that of an isolated and abstract individual, but an integral member of a group animated by a spirit of solidarity.</p></blockquote>
<p>(&#8211;> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Afrikanische_Charta_der_Menschenrechte_und_der_Rechte_der_V%C3%B6lker#cite_note-2">http://de.wikipedia.org/wiki/Afrikanische_Charta_der_Menschenrechte_und_der_Rechte_der_V%C3%B6lker#cite_note-2</a>)</p>
<h2>Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam</h2>
<p>Die Kairoer Erklärung wurde 1990 beschlossen, hat aber keinen völkerrechtlichen Status.<br />
Von den Menschenrechten nach der UN-Erklärung unterscheidet sie sich vor allem durch den ausgeprägten Bezug auf dem Islam. Menschenrechte werden nur anerkannt, soweit sie im Einklang mit dem islamischen Recht, der Schari&#8217;a stehen. Das bedeutet für manche Menschenrechte ein &#8220;aus&#8221;, die meisten sind eingeschränkt auf Ausübung in Übereinstimmung mit der Schari&#8217;a, d.h. die Schari&#8217;a steht über den Menschenrechten. Insbesondere stellt die Erklärung die Überlegenheit des Mannes über die Frau fest.</p>
<h2>Arabische Charta der Menschenrechte</h2>
<p>Das jüngste der drei Dokumente wurde 2004 beschlossen und trat 2008 (!) in Kraft.<br />
Im Gegensatz zur Kairoer Erklärung wird die Schari&#8217;a nicht ausdrücklich erwähnt &#8211; wohl aber die Kairoer Erklärung. Wikipedias größter Kritikpunkt ist, daß es kein Reglement zur Sanktionierung von Verstößen gibt. Die inhaltliche Zusammenfassung entspricht ungefähr dem, was ich von einer Menschenrechtserklärung erwarten würde.</p>
<p>Der übliche Wikipedia-Disclaimer ist leider angebracht &#8211; aber für Quellenarbeit am Original habe ich im Moment keine Zeit. Für einen ersten Überblick war&#8217;s jedenfalls interessant.</p>
<div class="acc_license"></div><!---->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>China, Tibet, Meinungsfreiheit</title>
		<link>http://palm-leaf.com/2008/04/13/china-tibet-meinungsfreiheit/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Apr 2008 10:46:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Palm Leaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weitergedacht]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Ich bin zwar nicht Ihrer Meinung (Herr Kulla), aber ich würde mein Leben geben, damit Sie sie sagen dürfen.&#8221; Leider ist den Tibetern (wie auch den &#8220;echten&#8221; Chinesen) dieses Privileg verwehrt. Darum geht&#8217;s gerade, um nichts anderes. Zum Kommentar von godforgivesbigots: &#8220;Dateicontainerverschlüsselung und Steganographie&#8221; &#8211;&#62; Tibet ist, soweit ich das verstanden habe, kulturell und technisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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<p>&#8220;Ich bin zwar nicht Ihrer Meinung (Herr Kulla), aber ich würde mein Leben geben, damit Sie sie sagen dürfen.&#8221; Leider ist den Tibetern (wie auch den &#8220;echten&#8221; Chinesen) dieses Privileg verwehrt. Darum geht&#8217;s gerade, um nichts anderes.</p>
<p>Zum Kommentar von godforgivesbigots: &#8220;Dateicontainerverschlüsselung und Steganographie&#8221; &#8211;&gt; Tibet ist, soweit ich das verstanden habe, kulturell und technisch in der Nähe unseres Mittelalters. Strom, Telefon, fließend Wasser? &#8211; in der Breite: Fehlanzeige. Der <a HREF="http://de.wikipedia.org/wiki/Tibet">Wikipedia-Artikel zu Tibet</a> zeigt einige aufschlußreiche Bilder.</p>
<p>Zu saltzundessick: &#8220;Tibet gehörte schon immer zu China&#8221;? Auf welcher Grundlage entsteht diese Behauptung?</p>
<p>Hier hilft ein Blick ein ein Lexikon Deiner Wahl, ersatzweise Wikipedia: Die Lage ist jedenfalls verworren und nicht mit einem Satz zu beschreiben. Unter den Wikipedia-Neutral-Point-of-View-Regeln stellt sich die Sache so dar:</p>
<p>Die Tibeter waren bis zum 18. Jahrhundert eine Monarchie (mehr oder weniger selbständig&#8230; da gab&#8217;s Auseinandersetzungen mit den Mongolen).</p>
<blockquote><p> Im frühen 18. Jahrhundert etablierte China das Recht, bevollmächtigte Regierungsvertreter (so genannte Amban) in Lhasa zu stationieren. Als die Tibeter im Jahr 1750 gegen China rebellierten und den Regierungsvertreter töteten, reagierte China darauf mit dem Einmarsch seiner Truppen und der Einsetzung eines neuen Vertreters. Die tibetische Regierung führte jedoch wie zuvor ihre Arbeit fort.</p></blockquote>
<p>&#8230; und später &#8230;</p>
<blockquote><p> So verweilten zur Zeit des Einmarsches Chinas in das damals de facto unabhängige Tibet im Jahr 1950 dort nur sechs Ausländer</p></blockquote>
<p>&#8230; plus die Sichtweise der Chinesen, plus die Sichtweise der Tibeter.</p>
<p>Also: Ja, wir wissen nicht <strong>genau</strong> was in Tibet gerade abgeht. Aber wenn wer sich etwas mehr Mühe gibt, kann jedenfalls mehr über die Lage wissen als über &#8220;Dateicontainerverschlüsselung und Steganographie&#8221; zu reden oder &#8220;Tibet gehörte schon immer zu China&#8221; zu behaupten.</p>
<p>Schönen Sonntag noch.</p>
<div class="acc_license"></div><!---->]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>China, Tibet und Meinungsfreiheit für Sportler</title>
		<link>http://palm-leaf.com/2008/04/11/china-tibet-und-meinungsfreiheit-fur-sportler/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Apr 2008 05:48:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Palm Leaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weitergedacht]]></category>
		<category><![CDATA[china]]></category>
		<category><![CDATA[meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[olympia]]></category>
		<category><![CDATA[olympiade]]></category>
		<category><![CDATA[olympische spiele]]></category>
		<category><![CDATA[sport]]></category>
		<category><![CDATA[tibet]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier im Blog (1, 2)steht ja schon meine Meinung zu Tibet und China. Trotzdem, die Diskussion jetzt über Meinungsfreiheit für Sportler sollte zusätzlich bedenken: Wie wollen wir mit politischen Meinungsäußerungen umgehen, die uns nicht gefallen? Wenn zum Beispiel ein Sportler mit einem T-Shirt antritt, auf dem &#8220;Frauen, zurück an den Herd&#8221; steht? Oder irgendwas aus der [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<p>Hier im Blog (<a HREF="http://www.bananenblatt.net/2008/03/25/von-olympia-nach-tibet/">1</a>, <a HREF="http://www.bananenblatt.net/2008/03/27/tibet-ii/">2</a>)steht ja schon meine Meinung zu Tibet und China. Trotzdem, die Diskussion jetzt über <a HREF="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,546618,00.html" TARGET="_blank">Meinungsfreiheit für Sportler</a> sollte zusätzlich bedenken: Wie wollen wir mit politischen Meinungsäußerungen umgehen, die uns nicht gefallen? Wenn zum Beispiel ein Sportler mit einem T-Shirt antritt, auf dem &#8220;Frauen, zurück an den Herd&#8221; steht? Oder irgendwas aus der deutschen braunen Vergangenheit?</p>
<p>Wollen wir auch dann noch Meinungsfreiheit für Sportler?</p>
<div class="acc_license"></div><!---->]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Happy New Year!!!</title>
		<link>http://palm-leaf.com/2008/01/26/happy-new-year/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Jan 2008 12:40:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Palm Leaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weitergedacht]]></category>

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		<description><![CDATA[Naja&#8230; Weihnachten ist jetzt einen Monat her, und das Neue Jahr ist schon ein paar Tage alt. Trotzdem, nachtr&#228;glich: Die besten W&#252;nsche f&#252;r 2008 und &#8220;den Rest&#8221;. Wie angedroht, hier kommen drei Gedanken zu dem, was die Welt 2008 anpacken sollte: 1) Umweltschutz 2) Energiekrise (und sonstige Rohstoff-Mangelerscheinungen) W&#228;hrend die &#246;ffentliche Diskussion lange an der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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<p>Naja&#8230; Weihnachten ist jetzt einen Monat her, und das Neue Jahr ist schon ein paar Tage alt. Trotzdem, nachtr&auml;glich: Die besten W&uuml;nsche f&uuml;r 2008 und &#8220;den Rest&#8221;.</p>
<p>Wie angedroht, hier kommen drei Gedanken zu dem, was die Welt 2008 anpacken sollte:</p>
<p><b>1) Umweltschutz</b><br />
<b>2) Energiekrise (und sonstige Rohstoff-Mangelerscheinungen)</b><br />
W&auml;hrend die &ouml;ffentliche Diskussion lange an der Energiekrise knabberte und dann vom Extrem &#8220;Energiekrise&#8221; zum Extrem &#8220;CO<sub>2</sub>&#8221; sprang, scheint es sich hier f&uuml;r mich um zwei Seiten der selben Medaillie zu handeln. Klar wird nicht jeder Liter verbrauchtes &Ouml;l 1:1 in CO<sub>2</sub> umgewandelt. Klar, nicht f&uuml;r jeden einzelnen Liter Bio-Sprit werden die Lebensmittel teurer. Und doch: Die Themen Umweltschutz und Energie sind zwei Aspekte der gleichen Sache: Rohstoffe. In den fr&uuml;hen Siebzigern ver&ouml;ffentlichte der Club of Rome sein Werk &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&#038;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FDie-Grenzen-Wachstums-Dennis-Meadows%2Fdp%2F3421026335%3Fie%3DUTF8%26s%3Dgateway%26qid%3D1201206397%26sr%3D8-2&#038;site-redirect=de&#038;tag=woistdereuro-21&#038;linkCode=ur2&#038;camp=1638&#038;creative=6742">Die Grenzen des Wachstums</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=woistdereuro-21&amp;l=ur2&amp;o=3" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" />&#8220;, in dem &uuml;ber eine gigantische Simulation der Weltwirtschaft ermittelt wurde, wie es mit unserem Planeten weitergeht. Das Ergebnis: Die F&auml;higkeit des Planeten, unseren &#8220;M&uuml;ll&#8221; (einschliesslich Abgase, Abwasser, Giftm&uuml;ll usw.) aufzunehmen, wird etwa zur gleichen Zeit zur Neige gehen wie die Rohstoffe uns ausgehen, n&auml;mlich etwa 2050. Da vorher heftige Verteilungsk&auml;mpfe zu erwarten sind, bricht die Genauigkeit der Simulation zusammen, bevor klar ist, welches der beiden zuerst eintritt&#8230; &Uuml;brigens: Sogar wenn wir das nicht unter Kontrolle bekommen, gibt&#8217;s immer noch ein katastrophales Problem mit der &Uuml;berbev&ouml;lkerung.<br />
Wer jetzt sagt &#8220;ach was, eine Simulation aus den 70&#8242;ern, was solls&#8230;&#8221; sollte noch einmal zum Buchh&auml;ndler gehen: Unter dem Titel &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&#038;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2Fneuen-Grenzen-Wachstums-Lage-Menschheit%2Fdp%2F3421066264%3Fie%3DUTF8%26s%3Dgateway%26qid%3D1201206397%26sr%3D8-3&#038;site-redirect=de&#038;tag=woistdereuro-21&#038;linkCode=ur2&#038;camp=1638&#038;creative=6742">Die Neuen Grenzen des Wachstums</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=woistdereuro-21&amp;l=ur2&amp;o=3" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" />&#8221; wurde 1994 das Thema neu simuliert, mit weitgehend den gleichen Ergebnissen &#8211; nur auf Basis neuerer Daten&#8230; Und bei der Recherche habe ich gerade festgestellt, da&szlig; es schon eine dritte Runde gibt: 2006 wurde &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&#038;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FGrenzen-Wachstums-30-Jahre-Update-Signal-Kurswechsel%2Fdp%2F3777613843%3Fie%3DUTF8%26s%3Dgateway%26qid%3D1201206397%26sr%3D8-1&#038;site-redirect=de&#038;tag=woistdereuro-21&#038;linkCode=ur2&#038;camp=1638&#038;creative=6742">Grenzen des Wachstums &#8211; Das 30-Jahre-Update. Signal zum Kurswechsel</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=woistdereuro-21&amp;l=ur2&amp;o=3" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" />&#8221; ver&ouml;ffentlicht &#8211; das mu&szlig; ich mir demn&auml;chst zulegen&#8230;</p>
<p>Wer den B&uuml;chern immer noch nicht glaubt, kann sich an aktuellen Ereignissen orientieren:</p>
<ul>
<li>Der &Ouml;lpreis hatte &#8211; vor der B&ouml;rsenkrise &#8211; die 100$-Marke &uuml;berschritten. (Man sollte seine Neujahrs-Stories schreiben, solange sie hei&szlig; sind&#8230;)</li>
<li>Die wichtigsten &Ouml;lf&ouml;rderl&auml;nder verstaatlichen ihre &Ouml;lfelder</li>
<li>M&uuml;ll-Transfers sind inzwischen an der Tagesordnung</li>
<li>Der Wettlauf um die Ressourcen der Antarktis beginnt</li>
<li>Die Klimaerw&auml;rmung wird nur noch von der US-Regierung ernsthaft angezweifelt</li>
<li>Lebensmittelpreise steigen, weil landwirtschaftliche Ressourcen / Produkte (zum Beispiel Ackerland) signifikant als Substitut f&uuml;r Erd&ouml;l eingesetzt wird</li>
</ul>
<p>Und &uuml;brigens, noch ein Beitrag zur Hessen-Wahl: Herr Clement hat recht, man sollte nicht gleichzeitig gegen Kohlekraftwerke <i>und</i> gegen Kernkraft sein&#8230; sonst erwischt Frau Ypsilanti der alte Spruch &#8220;&#8230; bei mir kommt der Strom aus der Steckdose&#8230;&#8221;</p>
<p>Der dritte Gedanke lenht sich an an die Weihnachtsgeschickte von Dickens:</p>
<p><b>3) Und Frieden auf Erden&#8230;</b><br />
F&uuml;r mich stellt nach wie vor der Konflikt zwischen Islam und &#8220;Rest der Welt&#8221; eines der gr&ouml;&szlig;ten Sicherheitsrisiken dar. Die Wurzel dieser Meinung liegt in einem Thread in einem Forum &uuml;ber Studentenaustausch. Studenten aus islamischen L&auml;ndern, die schon seit mehreren Jahren in &#8220;westlichen&#8221; L&auml;ndern studierten (USA, Kanada, Australien, Europa) unterhielten sich zum Karikaturenstreit. Dabei wurde unter vielen islamischen Studenten eine f&uuml;r mich mangelnde Toleranz f&uuml;r diese Form von Humor sichtbar &#8211; und eine f&uuml;r westliche Studenten ungew&ouml;hnliche Bereitschaft zu Gewalt &#8220;in solchen Ausnahmef&auml;llen&#8221;. Ich denke, jeder Akt von &#8220;Toleranz&#8221; und &#8220;Verst&auml;ndnis&#8221; in diesen Fragen hat Vorbildcharakter: &#8220;Mit denen kann man&#8217;s ja machen, die sind ja schwach&#8221; &#8211; diese Sichtweise k&ouml;nnen <i>wir</i> nicht &auml;ndern, also m&uuml;ssen wir uns darauf einstellen. Ich bin froh &uuml;ber Artikel wie &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,529067,00.html">Was tun, wenn die Schl&auml;ger kommen?</a>&#8221; bei Spiegel Online, damit jeder mit diesen Schwierigkeiten umzugehen lernt.</p>
<p>Das also ist &#8220;Bananenblatt Eintrag 100&#8243;. Das Bananenblatt w&uuml;nsche allen Lesern Gl&uuml;ck und Gesundheit.</p>
<div class="acc_license"></div><!---->]]></content:encoded>
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