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	<title>Palm Leaf &#187; Nachgedacht</title>
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	<description>Watching the World</description>
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		<title>Grenzt zunehmende Technologisierung ältere Menschen aus?</title>
		<link>http://palm-leaf.com/2009/11/10/grenzt-zunehmende-technologisierung-altere-menschen-aus/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 20:56:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Palm Leaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Nachgedacht]]></category>
		<category><![CDATA[senioren]]></category>
		<category><![CDATA[Web]]></category>

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		<description><![CDATA[Hannelore schreibt unter dem Titel &#8220;Grenzt zunehmende Technologisierung ältere Menschen aus?&#8220;. Ich sehe das anders, so wie viele: Exzessive Netz-Nutzung grenzt uns jüngere aus: Wir sollten nicht vergessen, daß die sogenannten &#8220;älteren&#8221; in der Überzahl sind! Natürlich kenne ich die in den Kommentaren genannten Probleme, aber noch gibt es &#8211; wenigstens hier in Deutschland &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Hannelore schreibt unter dem Titel &#8220;<a href="http://rette-sich-wer-kann.com/web20/grenzt-zunehmende-technologisierung-aeltere-menschen-aus/">Grenzt zunehmende Technologisierung ältere Menschen aus?</a>&#8220;. Ich sehe das anders, so wie viele: Exzessive Netz-Nutzung grenzt uns <em>jüngere</em> aus: Wir sollten nicht vergessen, daß die sogenannten &#8220;älteren&#8221; in der Überzahl sind!</p>
<p>Natürlich kenne ich die in den Kommentaren genannten Probleme, aber noch gibt es &#8211; wenigstens hier in Deutschland &#8211; in jedem Städtchen ein paar Bankfilialen und Briefkästen und so. Die Welt der Netz-Verweigerer wird nicht &#8220;kleiner&#8221;, sie bleibt ungefähr, wie sie war. Die Welt der Netz-Nutzer wird beständig größer, und die Verweigerer haben daran nicht teil. Sie haben sich das so ausgesucht.</p>
<p>Ich denke, es gibt zwei Wurzeln, an denen Netz-Verweigerung sozusagen &#8220;andockt&#8221;:<br />
 &#8211; Abstraktion<br />
 &#8211; Vertrauen</p>
<p>Unter <b>Abstraktion</b> verstehe ich dabei einige der Themen, die A bzw. Thoma im Kommentar angesprochen hat: Ein Computer <em>braucht</em> eine Einführung. Das Problem mit der &#8220;Computer-Techniksprache&#8221; hängt ursächlich daran, daß es für eine Abstraktionen wie &#8220;Fenster&#8221;, &#8220;Link&#8221; bzw. &#8220;Verknüpfung&#8221; oder &#8220;Maus&#8221; außerhalb der Computer-Techniksprache nicht nur kein Wort gibt, sondern das Konzept gar nicht existiert. Man kann es nicht mit normalen Begriffen erklären, weil es keine &#8220;normalen&#8221; Konzepte <em>sind</em>. Marketing-Kauderwelsch macht&#8217;s nicht besser, aber im Kern geht es um neue Konzepte, neue Abstraktionen, neue Abbildungen der Wirklichkeit. Und: &#8220;Wir&#8221; haben gelernt, abstrakt zu denken. Die Gangschaltung im Auto, Fernseher (sogar mit Fernbedienung), die Wählscheibe am Telefon, die &#8220;Platte&#8221; (erst Vinyl, dann CD) und die &#8220;Kassette&#8221; &#8211; all das sind Abstraktionen, mit denen wir aufgewachsen sind. Unsere Eltern sind in diesem Sinne in einer konkreten Welt aufgewachsen: Maier, Müller, Schmidt &#8211; Villingen, Schwenningen, Metzingen &#8211; Wurst, Käse, Eier. Das Leben unserer Eltern war bestimmt von <em>Dingen</em>, die man in die Hand nehmen konnte. Aus dieser Welt grenzen <em>wir</em> uns aus, wenn wir nicht aufpassen.</p>
<p>Unter <b>Vertrauen</b> sehe ich die weiteren Themen: Wie bekommen unsere Eltern ein <em>Gefühl</em> dafür, wenn sie &#8220;etwas kaputt machen&#8221;? Wann sie ihren Online-Banking-Account für die Welt öffnen? An der Oberfläche scheint es sich um Vertrauen in die Technik zu drehen, aber wenn man gut zuhört findet man, daß der Knackpunkt das <em>Selbstvertrauen</em> im <em>Umgang mit der Technik</em> ist. Nun, Vertrauen hat etwas mit Vertrautheit zu tun, und solange die Praxis nicht da ist, bleibt die Vertrautheit aus.</p>
<p>Keine Praxis, keine Vertrautheit. Keine Vertrautheit führt zu Angst und Unwillen, Angst und Unwillen verhindern Praxis. Ein Teufelskreis.</p>
<p>Der Umgang mit körperlicher und geistiger Unbeweglichkeit, den Hannelore anspricht, ist eigentlich der zentrale Hebel. Zum Abschluß, weil&#8217;s einfach zum niederknien schön ist, Hannelore in ihren eigenen Worten:</p>
<blockquote><p> Ich [...] weiß ganz genau, wenn ich mich nicht ständig auf dem Laufenden halte (nicht nur beim Anwenden, sondern auch im selbst erstellen), dann wird die Wissenslücke immer größer und die Lernkurve zum Aufholen immer steiler. Im Übrigen habe ich festgestellt, dass ich schneller lerne je älter ich werde, weil sich meine Wissensbasis erweitert und weil ich mich beeilen muss, denn es gibt plötzlich ein faszinierendes und riesiges Angebot.</p></blockquote>
<div class="acc_license"></div><!---->]]></content:encoded>
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		<title>Opel</title>
		<link>http://palm-leaf.com/2009/11/05/opel/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 22:15:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Palm Leaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachgedacht]]></category>

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		<description><![CDATA[Kein Kommentar: Opel ist dumm gelaufen. Aber ich finde es interessant, daß eine Publikation heute genau diejenigen als &#8220;Populisten&#8221; bezeichnet, die noch im Mai als &#8220;Insolvenz-Minister&#8221; tituliert wurden. Meine Meinung? &#8211; zunächst wäre ein offenes &#8220;Lessons Learned&#8221; angebracht, was wirklich schiefging. Aber das ist in unserer Medien-Zeit, in der es jeder (auch ich) besser weiß, [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<p>Kein Kommentar: Opel ist dumm gelaufen. Aber ich finde es interessant, daß eine Publikation heute genau diejenigen als &#8220;Populisten&#8221; bezeichnet, die noch im Mai als &#8220;<a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/redirect/redirect.html?c=politik&#038;r=deutschland&#038;a=627829&#038;s=spox&#038;qcrubrik=recht">Insolvenz-Minister</a>&#8221; tituliert wurden.</p>
<p>Meine Meinung? &#8211; zunächst wäre ein offenes &#8220;Lessons Learned&#8221; angebracht, was <em>wirklich</em> schiefging. Aber das ist in unserer Medien-Zeit, in der es jeder (auch ich) besser weiß, nicht realistisch.</p>
<p>Ich denke, zu Guttenberg hatte recht: Die Insolvenz als realistische Option hätte in jedem dieser Gespräche auf dem Tisch liegen müssen. Mit der Einstellung &#8220;Insolvenz verhindern um jeden Preis&#8221; hat sich die Regierung damals erpressbar gemacht &#8211; und sie ist gerade auf dem besten Weg dazu, dies wieder zu tun. Wenn schon sonst nichts ist das ein Grundsatz der guten Verhandlungsführung.</p>
<p>Und falls (!) Opel tatsächlich nicht betriebswirtschaftlich sinnvoll saniert werden kann, wäre ein Ende mit Schrecken dem Schrecken (&#8211;> Steuerverschwendung) ohne Ende aus der Gesamt-Deutschen Perspektive vorzuziehen. Entrüstung ist einfach und billig. Bisher hat jeder Deutsche im Schnitt etwa 19€ für Opel auf den Tisch gelegt (&#8211;> 1,5 Milliarden Euro geteilt durch 80 Millionen Deutsche), und es hat nicht nachhaltig geholfen. Wenn wir diesen Betrag verdreifachen: Reicht das? Wieviele andere Arbeitsplätze zerstören wir durch die damit verbundenen Steuererhöhungen und/oder höheren Staatsschulden? Wie lange hätten wir die Opel-Mitarbeiter für das gleiche Geld anderweitig beschäftigen können?</p>
<p>Auch wenn die EU-Kommission so einen Vorschlag nie akzeptieren würde: Warum unterstützen wir mit dem von GM zurückgezahlten Kredit keinen Automobil-Zulieferer um die Menschen zu beschäftigen und quasi-kostenlos die &#8220;echten&#8221; Deutschen Autobauer VW, BMW und Daimler beliefert?</p>
<div class="acc_license"></div><!---->]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Ost und West und Bundesregierung</title>
		<link>http://palm-leaf.com/2009/10/30/ost-und-west-und-bundesregierung/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 06:45:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Palm Leaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachgedacht]]></category>

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		<description><![CDATA[SPON: &#8220;Ost-Abgeordnete pochen auf mehr Einfluss&#8221; zitiert einen anonymen Bundestagsabgeordneten: &#8220;Dieses westdeutsche Kartell dient sicherlich nicht dem Zusammenwachsen Deutschlands.&#8221; Kurz und knapp: So ein Käse. &#8220;Zusammenwachsen&#8221; bedeutet, daß wir (alle!) aufhören, in den Kategorien &#8220;Ost&#8221; (&#8220;ihr&#8221;) und &#8220;West&#8221; (&#8220;wir&#8221; &#8211; oder umgekehrt) zu denken! WIR!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>SPON: &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,658106,00.html">Ost-Abgeordnete pochen auf mehr Einfluss</a>&#8221; zitiert einen anonymen Bundestagsabgeordneten:</p>
<blockquote><p>&#8220;Dieses westdeutsche Kartell dient sicherlich nicht dem Zusammenwachsen Deutschlands.&#8221;</p></blockquote>
<p>Kurz und knapp: So ein Käse. &#8220;Zusammenwachsen&#8221; bedeutet, daß wir (alle!) aufhören, in den Kategorien &#8220;Ost&#8221; (&#8220;ihr&#8221;) und &#8220;West&#8221; (&#8220;wir&#8221; &#8211; oder umgekehrt) zu <em>denken</em>!</p>
<blockquote><p>WIR!</p></blockquote>
<div class="acc_license"></div><!---->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Intelligenz ist das Gut auf Erden&#8230;</title>
		<link>http://palm-leaf.com/2009/10/06/intelligenz-ist-das-gut-auf-erden/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 20:50:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Palm Leaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesefutter]]></category>
		<category><![CDATA[Nachgedacht]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus: Freitag Intelligenz ist das Gut auf Erden, von dem es am wenigsten gibt, die einzig wirklich wertvolle Sache. Jede menschliche Organisation läßt sich zur Nutzlosigkeit, Machtlosigkeit verdammen, zu einer Gefahr für sich selbst, indem man in sorgfältiger Auswahl ihre klügsten Köpfe entfernt und nur die dummen auf dem Posten läßt. Einige wenige gründlich vobereitete [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Aus: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3404242750?ie=UTF8&#038;tag=bananenblatt-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3404242750">Freitag</a></p>
<blockquote><p>Intelligenz ist das Gut auf Erden, von dem es am wenigsten gibt, die einzig wirklich wertvolle Sache. Jede menschliche Organisation läßt sich zur Nutzlosigkeit, Machtlosigkeit verdammen, zu einer Gefahr für sich selbst, indem man in sorgfältiger Auswahl ihre klügsten Köpfe entfernt und nur die dummen auf dem Posten läßt. Einige wenige gründlich vobereitete `Unfälle` reichten aus, um die gewaltige preußische Kriegsmaschinerie völlig zu ruinieren und in einen trampelnden Mob zu verwandeln. Dies offenbarte sich aber erst, als die Kämpfe längst im Gange waren, weil sich Idioten als Militärgenies ebenso gut machen wie Militärgenies &#8211; bis die Kämpfe losgehen.</p></blockquote>
<p>Ob der Mittelteil über Preußen stimmt oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Der Anfang (&#8230; von dem es am wenigsten gibt &#8230;) und das Ende über Militärgenies ist schlagend richtig und selten so auf den Punkt gebracht. Heinlein polarisiert, aber hier hat er recht.</p>
<p>Vielleicht polarisiert er so stark, weil er uns auf seine zynische Weise mit unangenehmen Wahrheiten konfrontiert und uns keinen Ausweg lässt.</p>
<div class="acc_license"></div><!---->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Wahl der Qual: Zu &quot;Die Wahl einer Provinzregierung&quot; bei &#039;Schreibkunst&#039;</title>
		<link>http://palm-leaf.com/2009/09/27/die-wahl-der-qual-zu-die-wahl-einer-provinzregierung-bei-schreibkunst/</link>
		<comments>http://palm-leaf.com/2009/09/27/die-wahl-der-qual-zu-die-wahl-einer-provinzregierung-bei-schreibkunst/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 20:49:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Palm Leaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachgedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Weitergedacht]]></category>
		<category><![CDATA[afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[gesetze]]></category>
		<category><![CDATA[gewaltmonopol]]></category>
		<category><![CDATA[gier]]></category>
		<category><![CDATA[pazifismus]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[stolz]]></category>
		<category><![CDATA[uno]]></category>

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		<description><![CDATA[Stehen die wichtigsten Themen tatsächlich nicht auf dem Programm? Oder haben wir einfach keine Antworten? In dem Artikel &#8220;Die Wahl einer Provinzregierung&#8221; steckt viel Wahres &#8211; und leider auch an einigen Stellen ein häufiger Irrtum: Die Verwechslung des Ergebnisses mit der Absicht. Ich fand den Artikel jedenfalls super-inspirierend. Beispiel: Pazifismus Dem Wunsch nach einer friedlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fpalm-leaf.com%2F2009%2F09%2F27%2Fdie-wahl-der-qual-zu-die-wahl-einer-provinzregierung-bei-schreibkunst%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fpalm-leaf.com%2F2009%2F09%2F27%2Fdie-wahl-der-qual-zu-die-wahl-einer-provinzregierung-bei-schreibkunst%2F&amp;style=normal&amp;service=bit.ly&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p>Stehen die wichtigsten Themen tatsächlich nicht auf dem Programm? Oder haben wir einfach keine Antworten?<br />
In dem Artikel &#8220;<a href="http://www.schreibkunst.com/2009/09/die-wahl-einer-provinzregierung/">Die Wahl einer Provinzregierung</a>&#8221; steckt viel Wahres &#8211; und leider auch an einigen Stellen ein häufiger Irrtum: Die Verwechslung des Ergebnisses mit der Absicht. Ich fand den Artikel jedenfalls super-inspirierend.<br />
<span id="more-134"></span></p>
<h2>Beispiel: Pazifismus</h2>
<p>Dem Wunsch nach einer friedlichen Welt wird sich sicher jeder anschließen. Vielleicht mit Ausnahme von ein paar Krawallos. Vielleicht mit Ausnahme von ein paar Diktatoren. Meine tägliche Erfahrung mit meinen geschätzten Kollegen ist: Mein Argument kann noch so stichhaltig sein, ich kann mir trotzdem den Mund fusselig reden und nichts passiert. Kommt der Chef, will das gleiche, passiert&#8217;s sofort. Die Masse der Menschheit scheint mir einfach nicht den Grad an Selbstbestimmtheit und Selbstverantwortung gefunden zu haben, den &#8220;wir alle&#8221; für eine friedliche Welt brauchen, und das schwächste Glied bricht die Kette. Ich glaube auch nicht, daß Ausbildung diese Lücke schließen kann. Ausbildung hilft, selbstverständlich. Chancengleichheit hilft, selbstverständlich. Doch Menschen reifen nicht wie Käse, der nach drei Wochen &#8220;fertig&#8221; ist. Menschen kommen von verschiedenen Ausgangspunkten, jeder durchläuft seine eigene Entwicklung &#8211; und jeder erreicht sozusagen seinen eigenen Reifegrad. Im Großen wie im Kleinen: Es wird immer Knalltüten geben, die glauben, daß sie &#8220;mehr&#8221; bekommen, wenn sie anderen etwas wegnehmen, und wenn sie das aus eigener Kraft nicht können, holen sie ihren großen Bruder oder einen Überzeugungsverstärker der Marke Smith&amp;Wesson (o.ä.). Das schwächste Glied bricht die Kette: Solange es noch Krawallos gibt, muß die Staatengemeinschaft fähig und willens (!) dazu sein, ihnen wirksam einen Riegel vorzuschieben. Sogar wenn 99% der Menschheit friedliebend und gesetzestreu sind.</p>
<p>Gefällt mir das? &#8211; Nein. Aber ich denke, daß ich mit dieser Interpretation den Tatsachen ins Auge sehe.</p>
<p>Ist die Welt gewalttätiger, weil  es Militär gibt? Nein, ich glaube daß unsere Welt friedlicher ist weil es Militär gibt. Wenn 99% der Menschheit friedliebend und gesetzestreu sind, ist die <em>Existenz von</em> Militär tatsächlich kein Problem. Die Meinungsverschiedenheiten finden wir am verbleibenden Prozent der Menschheit. Zum Beispiel: Gehören die Taliban in Afghanistan dazu? Wenn ja: Können / wollen / sollen wir etwas dagegen unternehmen? Wenn nein: Sind wir bereit, die Konsequenzen eines Irrtums zu tragen? Und / oder: Falls wir eingreifen, sind wir bereit die Konsequenzen eines oder mehrerer Irrtümer zu tragen?</p>
<p>Übrigens gilt das gleiche für die Polizei: Online-Durchsuchungen, Polizeibefugnisse für den Verfassungsschutz und so weiter und so weiter: Mit 99% FUGB (Friedlichen Und Gesetzestreuen Bürgern): Brauchen wir das wirklich? Doch wenn der Staat das Gewaltmonopol beansprucht, bekommt der Staat im Gegenzug die Pflicht, mich als FUGB zu beschützen!</p>
<blockquote><p>Es braucht gute Gesetze und eine Polizei, die nach Kräften die Einhaltung dieser Gesetze garantiert, und diese Polizei muss das Gewaltmonopol bekommen. Das heißt, niemand anders darf Waffen anwenden (und möglichst auch nicht besitzen, wenn sie auf Menschen anwendbar sind), außer die als Polizei Legitimierten.</p></blockquote>
<p>Richtig, doch der Teufel steckt im Detail&#8230;</p>
<h2>Beispiel: &#8220;Wir müssen uns ändern&#8221; bzw. &#8220;Fetisch Wachstum&#8221;</h2>
<p>Auch hier: Solange die Masse der Menschen nicht zu der Reife gefunden hat, daß Glück von innen kommt, ist &#8220;Wirtschaftswachstum&#8221; das zwingende Ergebnis: Wenn mein Nachbar besser, schöner, angesehener sein will als ich kann er mehr oder klüger oder beides arbeiten. Wenn ich das Umgekehrte will, stehen mir die gleichen Mittel offen. Ich glaube, daß Wirtschaftswachstum in seinem Kern nicht durch Politiker und &#8220;die Wirtschaft&#8221; gemacht ist, sondern daß es das Ergebnis einer fundamentalen menschlichen Eigenschaft ist: Der Gier. Ich kann mir mit etwas Mühe vorstellen, daß man die Bezüge der Banker regulieren kann &#8211; doch daß man Gier abschaffen kann kann ich mir nicht vorstellen. Wieder gefällt es mir nicht, und wieder versuche ich nur, den Tatsachen ins Auge zu sehen.</p>
<p>Und: Derjenige, der als erster lernt, mit seiner individuellen Gier anders umzugehen, steht da wie der Depp. Zusätzlich zum Umgang mit Gier muß er oder sie also auch einen besseren Umgang mit seinem Selbstverständnis finden, sonst wird das Erreichte nicht lange halten.</p>
<h2>Beispiel: Washington und die UNO</h2>
<p>Die Einsicht, daß acht Jahre Bush Deutschland stärker geprägt haben als ungefähr alle unserer Bundesrepublik-Regierungen ist ein Hammer. Allein dafür lohnte es sich, den Artikel zu lesen.</p>
<blockquote><p>Wir brauchten eine demokratisch gewählte, unbestechliche Weltorganisation, die viel mächtiger ist als die jetzige UNO.</p></blockquote>
<p>Ja, so etwas hätte ich auch gerne. Doch &#8220;unbestechlich&#8221; ist ein großes Wort, und solange wir Gier nicht verbieten können, wird das wenigstens mit &#8220;unbestechlich&#8221; nichts werden. Für den Einstieg wäre nützlich, wenn die UNO einen filibusternden Gaddafi stoppen könnte. Wenigstens den Redefluß. Als nächstes müsste man meiner Meinung nach, ganz im Sinne des Pazifismus, die Nuklear-Ambitionen im Iran wirksam stoppen. Doch wenn wir von heute auf morgen eine globale Wahl abhalten könnten: Welcher Anteil der Weltbevölkerung hat denn überhaupt schon einmal vom Iran gehört? &#8211; Demokratie funktioniert nur so gut wie die Bildung der Wähler. Das erleben wir ja auch schon hier in Deutschland.</p>
<h2>Was international zu lösen ist</h2>
<p>Die Liste bei &#8220;Schreibkunst&#8221; ist lang. Ich möchte versuchen, tatsächlich sieben Generationen vorauszudenken. Damit wird meine Liste relativ kurz:</p>
<ul>
<li>Die Welt (Weltpolitik, Weltwirtschaft, &#8230;) muß sicher und stabil von einem Tag zum nächsten laufen und dabei jeden Tag ein bisschen besser werden. Das schränkt den Wandel ein, aber auch das Risiko.</li>
<li>Menschliche Reife als Wert muß propagiert werden, bis jeder auf der Welt diesen Wert anerkennt. Dazu gehört Menschenwürde, Bildung, Chancengleichheit usw. &#8211; und gleichzeitig lässt es sich nicht erzwingen oder herstellen. Ein Staat oder viele, UNO als Weltregierung &#8211; egal. Wenn die Menschen &#8220;vernünftig&#8221; miteinander umgehen ist alles möglich.</li>
<li>Wir Menschen müssen unser eigenes Bevölkerungswachstum stoppen, egal was die Kirche zu einigen der tauglichsten Mittel sagt. &#8211;&gt; Club of Rome</li>
<li>Wir Menschen müssen ein stabiles Gleichgewicht im Umgang mit unseren Ressourcen finden. Dazu gehören alle Formen von Energiegewinnung und &#8220;Energiemüll&#8221;, Rohstoffe und Müll &#8211; und was auch immer sonst noch in sieben Generationen Ärger machen könnte. &#8211;&gt; Club of Rome</li>
</ul>
<p>Sieben Generationen vorausdenken? Au ja. Doch in einer Demokratie bekommt eben jedes Volk die Politiker, die es verdient. Solange die Senioren unserer Gesellschaft sich durch Rentenerhöhungen &#8220;bestechen&#8221; lassen, kommen wir nicht einmal auf eine ausgewogene Abdeckung der heute lebenden Generationen.</p>
<p>Vier Jahre Legislaturperiode&#8230; Ist das zu viel oder zu wenig? &#8211; Angeblich trifft in unserer Gesellschaft jeder Mensch mehr Entscheidungen in der Woche als die Menschen vor hundert Jahren in ihrem ganzen Leben. Gemessen daran müsste man die Legislaturperioden auf etwa ein 1500stel (30 Jahre à 50 Wochen) kürzen. Eine interessante Vorstellung: Täglich Wahl. Doch eigentlich wollten wir die Politiker vom ständigen Wahlkampfdruck entlasten, damit sie weder durch Geld noch durch Wiederwahl oder Meinungsumfragen bestochen sieben Generationen vorausdenken können. Lang lebe Königin Angela VII. Die nächste Wahl wäre etwa 2220 (sieben Generationen à 30 Jahre). Doch ob es davon tatsächlich besser wird?</p>
<p>Mir scheint, es gäbe in diesen Diskussionen kein &#8220;absolut richtig&#8221; oder &#8220;absolut falsch&#8221;. Für mich steht fest, daß die Extreme nicht haltbar sind, in keinem Themenfeld: Das liegt in der menschlichen Natur. Der Gier, der Stolz der Menschen usw. summiert sich zu der Welt auf, die wir gerade erleben. Mit all ihren Stärken und Schwächen sind doch die wenigsten Menschen für sich alleine genommen problematisch, aber das Ganze ist deutlich mehr als die Summe von Millionen oder Milliarden Einzelnen.</p>
<p>Wenn die Politik der jeweils aktuellen Lage auch nur halbwegs angemessen ist, ist schon viel gewonnen. Schließlich sind übrigens auch unsere Politiker nur Menschen.</p>
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		<title>Gemischtwarenladen oder Themen-Blog</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 22:49:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Palm Leaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachgedacht]]></category>
		<category><![CDATA[blog]]></category>
		<category><![CDATA[CERN]]></category>
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		<category><![CDATA[kultur]]></category>
		<category><![CDATA[pothole]]></category>
		<category><![CDATA[schlagloch]]></category>
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		<category><![CDATA[Tim Berners-Lee]]></category>
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		<description><![CDATA[Unter der Überschrift &#8220;Gesucht: Das Thema für mein nächstes Blog – eine Umfrage&#8221; stellt Claudia Klinger implizit den Trend zum Themenblog in Frage. Meine Meinung ist: Gemischtwarenladen ist Klasse! Die Argumentation kommt von prominenter Stelle &#8211; und ich stehe 100% dahinter: Vor etwas über zehn Jahren hat zu diesem Thema Tim Berners-Lee, einer der Erfinder [...]]]></description>
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			</a>
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<p>Unter der Überschrift &#8220;<a href="http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/09/15/was-ich-auch-noch-bloggen-koennte-eine-umfrage/" target="_blank">Gesucht: Das Thema für mein nächstes Blog – eine Umfrage</a>&#8221; stellt Claudia Klinger implizit den Trend zum Themenblog in Frage. Meine Meinung ist: <strong>Gemischtwarenladen ist Klasse</strong>! Die Argumentation kommt von prominenter Stelle &#8211; und ich stehe 100% dahinter:</p>
<p>Vor etwas über zehn Jahren hat zu diesem Thema Tim Berners-Lee, einer der Erfinder des World Wide Web sozusagen am Ort des Verbrechens, nämlich am CERN, seine Vision zu Themen wie diesen. Leider ist der Link dazu auf der Seite &#8220;<a href="http://www.w3.org/2007/11/Talks/all.html" target="_blank">Presentations of the W3C</a>&#8221; nicht mehr aufzufinden.<span id="more-126"></span></p>
<p>Meine Erinnerung sagt mir, daß Tim ~1998 eine starke Vision zeichnete, daß eines Tages Web-Technologien eine weltweite Kommunikation ermöglichen: Während noch 20 Jahre früher z.B. ein Didgeridoo-Fan im ländlichen Schottland sicher nicht regelmässig mit Gleichgesinnten Erfahrungen austauschen könnte, waren ~1998 schon die ersten Online-Communities am Start. Es zeichnete sich ab, daß für alles und jeden eine Community gefunden werden könnte. Heute, nur zehn Jahre später, haben wir zu vielen Themen online eher die Qual der Wahl als eine Suche nach Ressourcen und/oder Gleichgesinnten. Damals gab es zwar das Blog noch nicht, und noch viel weniger das Themenblog &#8211; doch Richtung und Ausrichtung waren schon klar.</p>
<p>Ebenso klar stellte Tim in seinem Vortrag die Gefahr da, und ich höre seine Stimme noch: &#8220;Cultural Potholes&#8221; nannte er es damals, kulturelle &#8220;Töpfe&#8221;. Im deutschen Sprachraum habe ich dafür schon &#8220;geistige Monokultur&#8221; gehört: Unser freundlicher Didgeridoo-Fan tauscht sich online zu seinem Lieblingsthema, dem Didgeridoo aus, und vielleicht noch zu zwei, drei weiteren Steckenpferden &#8211; doch der Stellenwert, den früher die geographische  Nähe einnahm, wird nicht gefüllt: Abwechslung, die Begegnung mit dem ungeliebten, die Konfrontation mit Themen, auf die man früher lieber verzichtet hätte, und auf die man heute tatsächlich weitgehend verzichten kann.</p>
<p>Beispielsweise die Konfrontation mit Alter und Tod: In einem ländlichen Dorf, egal ob in Schottland oder im Allgäu, wird jeder früher oder später mit Alter und Tod konfrontiert. Heute kann man leicht vor diesen und tausenden anderen Themen die Augen verschließen.</p>
<p>Es herrscht die freie Auswahl der Zerstreuung, in einem Ausmaß, daß wir oft schon bei der Wahl der Ablenkung mit einer Qual der Wahl konfrontiert sind &#8211; wo bleibt der Blick für das Wesentliche, für die Ganzheit der Welt, die Inspiration durch das Unerwartete, durch ein Spannungsfeld <em>gerade</em> auf der Meta-Ebene?</p>
<p>Der Blick für die Ganzheit einer Person bleibt auf der Strecke, wenn wir uns nicht bewusst den Gemischtwarenläden zuwenden. Online und Offline.</p>
<p>Claudia fragt: &#8220;welches Thema ist am spannendsten?&#8221; &#8211; meine Antwort ist: &#8220;Das Digital Diary&#8221;. Bitte nicht diversifizieren. Weiter so.</p>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Prese</div>
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		<title>Pyrrhusfriede</title>
		<link>http://palm-leaf.com/2009/02/26/pyrrhusfriede/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Feb 2009 18:48:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Palm Leaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachgedacht]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Medien haben eine gute Nachricht: Waffenstillstand in Afghanistan. So titelt beispielsweise Spiegel Online: &#8220;Taliban verkünden unbegrenzte Waffenruhe im Swat-Tal&#8220;. Freundlicherweise wird der Preis der Waffenruhe im Untertitel mit genannt: Einführung der Scharia. Dem Jubel der Bevölkerung im Swat-Tal kann ich nachvollziehen, wenigstens teilweise. Genauer: Zu etwa 50%: Die Einführung der Scharia bedeutet vor allem, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Die Medien haben eine gute Nachricht: Waffenstillstand in Afghanistan. So titelt beispielsweise Spiegel Online: &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,609635,00.html">Taliban verkünden unbegrenzte Waffenruhe im Swat-Tal</a>&#8220;. Freundlicherweise wird der Preis der Waffenruhe im Untertitel mit genannt: Einführung der Scharia.</p>
<p>Dem Jubel der Bevölkerung im Swat-Tal kann ich nachvollziehen, wenigstens teilweise. Genauer: Zu etwa 50%: Die Einführung der Scharia bedeutet vor allem, daß die Männer Frieden haben (nämlich vom Bürgerkrieg). Für die Frauen und Mädchen ist wohl eher der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben: Spiegel Online berichtet beispielsweise, daß Islamisten 191 Schulen im Kampf &#8220;für&#8221; die Scharia zerstörten. 122 davon für Mädchen.</p>
<p>Ein langer Weg zur Gleichberechtigung in Afghanistan.<br />
Ein Pyrrhusfriede für die Menschenrechte, fast pünktlich zum 60. Geburtstag der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeine_Erkl%C3%A4rung_der_Menschenrechte">UN-Menschenrechtscharta</a></p>
<p>P.S.: Die Redewendung &#8220;den Teufel mit dem Beelzebub austreiben&#8221; ist für mich eine gängige, um pyrrhische &#8220;Erfolge&#8221; zu beschreiben. Die Bevölkerung Afghanistans wird damit gleich behandelt mit allen ähnlichen Ereignissen, nicht schlechter, und auch nicht besser. Und daß so ein Disclaimer nötig ist, ist am Rande meiner Vorstellung von Meinungsfreiheit.</p>
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		<title>Tibet II</title>
		<link>http://palm-leaf.com/2008/03/27/tibet-ii/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Mar 2008 13:38:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Palm Leaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachgedacht]]></category>

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		<description><![CDATA[Fragmente zur Nachrichtenfälschung rund um Tibet und die Position des Dalai Lama in dieser Frage.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Unter &#8220;<a HREF="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/ein-nepal-fuer-ein-tibet-vormachen/">Ein Nepal für ein Tibet vormachen</a>&#8221; findet sich ein richtig guter Artikel rund um falsche Medien-Berichterstattung rund um die Tibet-Situation. Danke dafür! Wie dort schon als Kommentar geschrieben:</p>
<p>Klarheit ist in dieser Sache definitiv besser als wilde Skandalheischerei, und alle pro-Tibet-Fans haben die Sorge, daß die Wahrheit durchaus für sich selbst spricht.</p>
<p>Die größte Quelle von Unklarheit in dieser Angelegenheit sind allerdings nicht Journalisten, sondern die chinesische Regierung. Sie könnte einfach für Klarheit sorgen, indem Journalisten ins Land gelassen werden und siche eine eigene Meinung bilden. (naja… manchmal wahrscheinlich auch BILDen).</p>
<p>Nachrichten- und Bildfälschungen nützen nur dem Kommerz, aber Nachrichtensperre nützt niemandem.</p>
<p>Last but not least, zwei Kommentare zum Dalai Lama:</p>
<ul>
<li>Ich kann mir nicht vorstellen, daß der Dalai Lama lügt</li>
<li>Ich kann mir nicht vorstellen, daß der Dalai Lama zu Gewalt aufruft. (Im Gegensatz dazu kann ich mir gut vorstellen, daß den Tibetern langsam die Sicherung durchgeht).</li>
</ul>
<div class="acc_license"></div><!---->]]></content:encoded>
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		<title>Von Olympia nach Tibet</title>
		<link>http://palm-leaf.com/2008/03/25/von-olympia-nach-tibet/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Mar 2008 21:26:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Palm Leaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachgedacht]]></category>

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		<description><![CDATA[Soso&#8230; die Olympische Fackel ist entz&#252;ndet, und die meisten L&#228;nder haben schon festgestellt, da&#223; sie die Olympischen Spiele in Peking nicht boykottieren werden. Denn frei nach Pr&#228;sident Bush: Bei den olympischen Spielen geht es um die Athleten. Ach so? [Baron Pierre de Coubertin] strebte danach, diesen Zustand [der k&#246;rperlichen Ert&#252;chtigung] durch die verbindliche Einf&#252;hrung von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Soso&#8230; die Olympische Fackel ist entz&uuml;ndet, und die meisten L&auml;nder haben schon festgestellt, da&szlig; sie die Olympischen Spiele in Peking nicht boykottieren werden. Denn frei nach Pr&auml;sident Bush: Bei den olympischen Spielen geht es um die Athleten.</p>
<p>Ach so?</p>
<blockquote><p>
[Baron Pierre de Coubertin] strebte danach, diesen Zustand [der k&ouml;rperlichen Ert&uuml;chtigung] durch die verbindliche Einf&uuml;hrung von Sportunterricht an den Schulen zu verbessern. Gleichzeitig wollte er nationale Egoismen &uuml;berwinden und zum Frieden und zur internationalen Verst&auml;ndigung beitragen. Die Jugend der Welt&#8220; sollte sich bei sportlichen Wettk&auml;mpfen messen und sich nicht auf dem Schlachtfeld bek&auml;mpfen. Die Wiederbelebung der Olympischen Spiele schien in seinen Augen die beste L&ouml;sung zu sein, um beide Ziele zu erreichen.
</p></blockquote>
<p>(<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Olympische_Spiele">Wikipedia-Eintrag &#8220;Olympische Spiele&#8221;</a>)</p>
<p>Selbstverst&auml;ndlich stehen die Athleten im Mittelpunkt &#8211; doch der Rahmen sollte durch Frieden gepr&auml;gt sein. Selbstverst&auml;ndlich w&uuml;nsche ich keinem Athleten, vier Jahre zu trainieren, nur um dann kurz vor den Spielen ein &#8220;NO&#8221; zu h&ouml;ren. Zu bedenken ist: Ich w&uuml;nsche auch niemandem, jetzt in Tibet zwischen die M&uuml;hlen zu kommen. Den Chinesen nicht, und den Tibetern erst recht nicht.</p>
<p>Den Tibetern allerdings am wenigsten, denn einerseits sind durch reichlich dumme Umst&auml;nde in die Lage gekommen. Die Details sind verwickelt und bspw. bei Wikipedia unter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tibet#Tibets_Status">Tibets Status</a> nachzulesen, eine objektive Wahrheit in dieser Frage steht aus. Fest steht, da&szlig; die Staatengemeinschaft seit den 50&#8242;er Jahren einer beispiellosen Unterdr&uuml;ckung tatenlos zusieht. Wer&#8217;s genau wissen will, kann in dem Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3894055154?ie=UTF8&#038;tag=bananenblatt-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3894055154">Tibet</a> im Kapitel &#8220;Exil&#8221; einige Einblicke gewinnen, da&szlig; die Chinesen wenig ritterlich mit ihrem &#8220;Protektorat&#8221; umgehen. Insbesondere stecken dort einige Geschichten, die von Menschen handeln, die wirklich f&uuml;r ihre Ideale aufstehen.</p>
<p>Ein anderes Argument ist: WIr haben schon Erfahrung mit Olympia-Boykotten &#8211; und tats&auml;chlich hat es nichts genutzt. Doch wer wei&szlig;? &#8211; Nat&uuml;rlich st&ouml;rt es die USA wenig, wenn die damalige UdSSR die Spiele boykottiert. Und umgekehrt auch nicht. Doch China k&auml;mpft hart darum, von der Welt als &#8220;B&uuml;rger erster Klasse&#8221; anerkannt zu werden. Sollte man nicht diesen Hebel nutzen, solange man ihn hat?</p>
<p>Auf der anderen Seite: Ja, ein Olympia-Boykott wird wahrscheinlich nicht viel bewegen. Doch er w&auml;re wenigstens ein Symbol, da&szlig; wir nicht &uuml;berall wegsehen&#8230; wenigstens nicht in dem einen Land alle vier Jahre, das sportliche Wettk&auml;mpfe f&uuml;r die Jugend der Welt ausrichtet, damit diese Jugend eben nicht aufs Schlachtfeld mu&szlig;.</p>
<p>Ein Wirtschaftsboykott w&auml;re gut, w&auml;re mehr als ein Symbol, doch der schadet uns ebensoviel wie China. Vielleicht ist es schon zu sp&auml;t f&uuml;r uns im Westen, uns f&uuml;r unsere Ideale einzusetzen.</p>
<p>Also fahren alle nach Peking. Nach Tibet l&auml;sst uns ja keiner, und was sollen wir sonst tun?</p>
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		<title>Tibet</title>
		<link>http://palm-leaf.com/2008/03/17/tibet/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Mar 2008 21:13:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Palm Leaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachgedacht]]></category>

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		<description><![CDATA[Nur ein Wort als Vorschau: Ich bin entsetzt. Kann das große, mächtige China nicht das kleine, arme, schwache Tibet in Ruhe lassen? Ich bin für einen Boykott der olympischen Spiele! Mehr, wenn mehr Zeit ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Nur ein Wort als Vorschau: Ich bin entsetzt. Kann das große, mächtige China nicht das kleine, arme, schwache Tibet in Ruhe lassen?</p>
<p>Ich bin für einen Boykott der olympischen Spiele!</p>
<p>Mehr, wenn mehr Zeit ist.</p>
<div class="acc_license"></div><!---->]]></content:encoded>
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