Palm Leaf


April 24, 2008

Tibet-Licht

Filed under: Allgemeines — Palm Leaf @ 10:02 pm

Mutige Freunde:

Die Planungen für eine Lichterkette am 21. Juni 2008 am Rhein (Nijmegen/NL, Düsseldorf, Köln, Bonn, Breisach, Kehl, Basel/CH) jeweils in Verbindung mit einer Unterschriftenaktion mit Aufruf an IOC, EU, UNO, schreiten voran und werden auf www.TibetLicht.de ständig aktualisiert.

Bitte die Unterschriftenliste ausdrucken und überall dort, wo Menschen Sie unterschreiben können, auslegen.

Da hier nur eine Handvoll Menschen ehrenamtlich arbeiten, (und unser Verein Familyangels erst vor einigen Wochen gegründet wurde) brauchen sie dringend Unterstützung, da sie keine finanziellen Mittel für diese Aktion zur Verfügung haben. Wenn Ihr jemanden kennt, der vielleicht noch zeitliche Ressourcen frei hat, und aktiv mitarbeiten möchte, bitte gebt die Kontaktadresse von der Tibet-Licht-Webseite weiter.

April 13, 2008

China, Tibet, Meinungsfreiheit

Filed under: Weitergedacht — Palm Leaf @ 12:46 pm

“Ich bin zwar nicht Ihrer Meinung (Herr Kulla), aber ich würde mein Leben geben, damit Sie sie sagen dürfen.” Leider ist den Tibetern (wie auch den “echten” Chinesen) dieses Privileg verwehrt. Darum geht’s gerade, um nichts anderes.

Zum Kommentar von godforgivesbigots: “Dateicontainerverschlüsselung und Steganographie” –> Tibet ist, soweit ich das verstanden habe, kulturell und technisch in der Nähe unseres Mittelalters. Strom, Telefon, fließend Wasser? – in der Breite: Fehlanzeige. Der Wikipedia-Artikel zu Tibet zeigt einige aufschlußreiche Bilder.

Zu saltzundessick: “Tibet gehörte schon immer zu China”? Auf welcher Grundlage entsteht diese Behauptung?

Hier hilft ein Blick ein ein Lexikon Deiner Wahl, ersatzweise Wikipedia: Die Lage ist jedenfalls verworren und nicht mit einem Satz zu beschreiben. Unter den Wikipedia-Neutral-Point-of-View-Regeln stellt sich die Sache so dar:

Die Tibeter waren bis zum 18. Jahrhundert eine Monarchie (mehr oder weniger selbständig… da gab’s Auseinandersetzungen mit den Mongolen).

Im frühen 18. Jahrhundert etablierte China das Recht, bevollmächtigte Regierungsvertreter (so genannte Amban) in Lhasa zu stationieren. Als die Tibeter im Jahr 1750 gegen China rebellierten und den Regierungsvertreter töteten, reagierte China darauf mit dem Einmarsch seiner Truppen und der Einsetzung eines neuen Vertreters. Die tibetische Regierung führte jedoch wie zuvor ihre Arbeit fort.

… und später …

So verweilten zur Zeit des Einmarsches Chinas in das damals de facto unabhängige Tibet im Jahr 1950 dort nur sechs Ausländer

… plus die Sichtweise der Chinesen, plus die Sichtweise der Tibeter.

Also: Ja, wir wissen nicht genau was in Tibet gerade abgeht. Aber wenn wer sich etwas mehr Mühe gibt, kann jedenfalls mehr über die Lage wissen als über “Dateicontainerverschlüsselung und Steganographie” zu reden oder “Tibet gehörte schon immer zu China” zu behaupten.

Schönen Sonntag noch.

April 11, 2008

China, Tibet und Meinungsfreiheit für Sportler

Filed under: Weitergedacht — Palm Leaf @ 7:48 am

Hier im Blog (1, 2)steht ja schon meine Meinung zu Tibet und China. Trotzdem, die Diskussion jetzt über Meinungsfreiheit für Sportler sollte zusätzlich bedenken: Wie wollen wir mit politischen Meinungsäußerungen umgehen, die uns nicht gefallen? Wenn zum Beispiel ein Sportler mit einem T-Shirt antritt, auf dem “Frauen, zurück an den Herd” steht? Oder irgendwas aus der deutschen braunen Vergangenheit?

Wollen wir auch dann noch Meinungsfreiheit für Sportler?